SG-Männer zu Gast in Bellheim
Am kommenden Sonntag werden die Oberliga-Handballer der SG Zweibrücken von der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam empfangen. Nach der klaren Niederlage am ersten Spieltag wollen die Jungs von Coach Klaus Peter Weinert zeigen, dass sie es besser können. Doch auch die Südpfalz Tiger mussten sich am ersten Spieltag auswärts geschlagen geben und werden alles dran setzen vor eigenem Publikum die beiden erste Punkte zu ergattern. Anpfiff der Partie ist um 18 Uhr in der Spiegelbachhalle in Bellheim.
Auch wenn die Zweibrücker am vergangenen Wochenende sich sicherlich einen anderen Auftakt gewünscht hätten, war er dennoch nicht wirklich überraschend. Mit kleinem Kader war man zum HBMU gereist und wusste, dass an diesem Abend vieles zusammenkommen muss, wenn man bestehen will. Im Angriff gelang es ihnen auch eine gute Leistung abzurufen, doch mit der Abwehrleistung konnte man keineswegs zufrieden sein. Obwohl sie nicht weniger als 36 Tore in der Fremde erzielen konnten, war Aufgrund der 40 Gegentore der Auswärtssieg früh in weite Ferne gerückt. „40 Gegentore sind natürlich viel zu viel. Wir haben in der Abwehr einfach keinen Zugriff bekommen. Wir haben in der Summe auch zu viele einfache Tore über die schnelle Mitte und den Gegenstoß bekommen“, hadert SG-Rückraumspieler Joshua Eberhard unter der Woche. Im Angriff war es seiner Meinung nach dafür gut gelaufen. Eberhard gehörte am vergangenen Wochenende zu den auffälligsten Zweibrückern und war mit acht Treffern bester Werfer seiner Mannschaft. Will man am Wochenende etwas Zählbares aus Bellheim entführen, wird es auch auf eine gute Leistung von ihm ankommen.
Der 21-jährige Jurastudent geht in seine zweite Saison bei den Löwen. In der vergangenen Runde konnte er nur selten auf sich aufmerksam machen. Zu oft warfen ihn Verletzungen zurück und auch die Umstellung auf das neue Spielsystem hat etwas Zeit gebraucht. „Die letzte Saison war für mich schwierig. Handballerisch war das für mich ein neues Spielsystem, mit dem ich erst mal klarkommen musste. Leider kamen dann auch immer Verletzungen hinzu, die mich nach hinten warfen“, erklärt Eberhard. Kaum hatte er sich von einer Verletzung erholt, kam gefühlt auch schon die nächste. So war es für den jungen Rückraumspieler kein einfaches Unterfangen seinen Platz in der Mannschaft zu finden, was sich dann auch auf seine Einsatzzeiten auswirkte. „Das kann ich definitiv nachvollziehen“, so Eberhard. So blieb es ein ewiger Teufelskreis in dem sich der ehemalige Jugendspieler des SC Magdeburg befand. Er hat aber die richtigen Lehren aus der Situation gezogen und hat in der Offseason an seiner Fitness gearbeitet. Nach guter Vorbereitung zeigt er sich bereit und motiviert. „Ich fühle mich jetzt deutlich besser. Ich habe viel an mir gearbeitet und bin auch bereit mehr Minuten zu gehen“, sagt Eberhard.
Auch der kommende Gegner hatte am ersten Spieltag eine klare Niederlage zu verkraften. Auswärts bei HSG Rhein-Nahe Bingen gerieten sie früh ins Hintertreffen und lagen zur Halbzeit bereits mit 17:10 in Rückstand. Am Ende musste sich die Mannschaft von Christan Job mit 31:25 geschlagen geben. Die Südpfalz Tiger gehen in ihre zweite Oberliga-Saison und haben letzte Saison als Aufsteiger für Furore gesorgt. Gerade in der Hinrunde haben sie teilweise brilliert und waren von Sieg zu Sieg geeilt. Diese gute Entwicklung der Spielgemeinschaft kommt nicht von ungefähr und trägt die Handschrift von Christian Job. Ihm ist es über Jahre gelungen eine Mannschaft aufzubauen, die sich stetig weiterentwickelt hat. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff zeichnet sie sich durch enorme Variabilität aus, die sie schwer ausrechenbar macht. Vor allem die eigene Defensive war letzte Saison das Prunkstück im Spiel der Südpfalz Tiger. Lediglich 792 Gegentreffer haben sie hinnehmen müssen und stellten damit die fünfbeste Abwehr der Oberliga-RPS. Auch die beiden Zweibrücker Vereine, die VTZ Saarpfalz und der SV 64 Zweibrücken, mussten das letzte Saison in der Hinrunde leidvoll erfahren. Beide verloren ihr Heimspiel gegen den damaligen Aufsteiger. Sie variieren in der Defensive zwischen einer sehr offensiven 3:3-Deckung und einer kompakten 6:0-Deckung nahezu fließend und konnten damit viele Favoriten ärgern. Auch im Angriff zeigen sie sich sehr eingespielt und variabel. Den einen Torschützen, der das Spiel an sich reißt, sucht man in Jobs Team vergebens. Auch im Auftaktspiel in Bingen konnte man das erkennen. Mit neun verschiedenen Torschützen waren sie von allen Positionen gefährlich.
Obwohl Eberhard im kommenden Gegner eine sehr unangenehme Mannschaft sieht, sieht er auch seine SG gut gerüstet. „Wir haben auf jeden Fall die Möglichkeit dort zu gewinnen“, lautet seine Einschätzung. Er weiß, dass vor allem die Abwehr und das Rückzugsverhalten besser werden müssen. „Wir wissen das alle und haben deswegen auch sehr intensiv diese Woche dran gearbeitet“, so Eberhard. Mit Moritz Baumgart und Till Wöschler kehren zudem zwei Spieler zurück in den Kader, die letzte Woche noch aus privaten Gründen gefehlt haben. Ein Fragezeichen steht hingegen hinter dem Einsatz von Adam Soos, der diese Woche krankheitsbedingt nicht mittrainieren konnte. Ein Trend sollte den Rosenstädtern aber durchaus Hoffnung machen. In den vier Duellen der letzten Saison konnte jedes Mal die Auswärtsmannschaft die Punkte einheimsen. Aus SG-Sicht bleibt zu hoffen, dass dieser Trend zumindest am Sonntag bestehen bleibt.
Wichtiger Hinweis: Am 30. September trägt die neue SG Zweibrücken das erste Heimspiel aus und wird die Reserve des Drittligisten aus Dansenberg empfangen. Aus Anlass der Fusionierung wird an diesem Tag freier Eintritt gewährt. Also kommt vorbei und unterstützt Eure SGZW!!!
SG-Frauen empfangen Fraulautern
Am Sonntag empfangen die Handballerinnen der SG Zweibrücken die HSG Fraulautern-Überherrn zum ersten Heimspiel der neuen Saison. Nach ihrem Einstieg gegen die HSG Marpingen-Alsweiler, bei dem sich die Rosenstädterinnen mit einer sehr guten Leistung einen Punkt erspielten, gehen sie mit viel Selbstbewusstsein in die kommende Partie. Doch mit Fraulautern kommt ein Gegner in die Zweibrücker Westpfalzhalle, der nur sehr schwer einzuschätzen ist. Letztes Jahr beendeten die sogenannten “Falken” die Saarlandligasaison auf dem neunten Platz.
Der Start in die Saison 23/24 verlief für die HSG-Handballerinnen aber sicherlich anders als erhofft. Nach ungefähr zwanzig Minuten, in denen sie gegen die HSV Merzig/ Hilbringen auf Augenhöhe spielten, brachen die Falken ein und mussten am Ende eine sehr deutliche 14:29 Niederlage einstecken. Fraulautern hat eine gute Mischung aus wurfgewaltigen und schnellen Eins-gegen-Eins Spielerinnen in ihren Reihen. Vergangene Woche überzeugten vor allem Lena Dahm und Anna Sonntag mit guten Aktionen. Mit diesen Beiden und auch weiteren Spielerinnen treffen die 64erinnen auf einige alte Bekannte. Denn Fraulautern hat ebenfalls einige junge Spielerinnen in ihren Reihen, die schon in der Jugend regelmäßig gegen die SG-Handballerinnen spielten. Auch Anika Birringer, die in der Vergangenheit schon das Trikot des SV 64 trug, überzeugte in der letzten Saison regelmäßig mit ihrer Wurfkraft. Auf sie gilt es ein besonderes Augenmerk zu legen. Somit wird vor allem der Zweibrücker Abwehr eine Schlüsselaufgabe zufallen.
Die Zweibrückerinnen freuen sich nach ihrem guten Spiel der vergangenen Woche auf ihr erstes Heimspiel in der Westpfalzhalle und hoffen, dass sie den Zuschauern mit ihrer Leistung Lust auf mehr machen konnten. Außerdem wollen sie nach dem verpassten Sieg gegen Marpingen, diese Woche ihren ersten Doppelpunktgewinn einfahren. Dabei machen die Löwinnen aber keinesfalls den Fehler, ihren Gegner zu unterschätzen. “Wir werden auf keinen Fall leichtsinnig sein und Fraulautern an ihrem letzten Spiel messen. Wir müssen in der Liga gegen jedes Team eine gute Leistung abrufen, um gewinnen zu können. Wir wollen dieses Wochenende an das Spiel gegen Marpingen anknüpfen und noch mehr Selbstvertrauen und Sicherheit gewinnen”, zeigt sich SG-Trainer Rüdiger Lydorf optimistisch.
An diesem Wochenende stehen auch Nadine Zellmer und Lea Edrich mit auf dem Feld, so dass Lydorf voraussichtlich zum ersten Mal auf den kompletten Kader zurückgreifen kann.
Anpfiff ist am Sonntag um 16 Uhr in der Westpfalzhalle in Zweibrücken
Die SG Zweibrücken verliert zum Saisonauftakt klar mit 40:36 (22:16) beim HB Mülheim-Urmitz. Von Beginn an bekamen sie in der Abwehr kaum Zugriff auf das druckvolle und temporeiche Spiel der Hausherren und mussten sich am Ende verdient geschlagen geben. Die Ausfälle, die gerade in den letzten Wochen der Vorbereitung entstanden sind, waren am gestrigen Abend eine zu große Hypothek. Bester Zweibrücker Werfer war Rückraumspieler Joshua Eberhard mit acht Treffern.
„Bei 36 Toren auswärts sollte man eigentlich gewinnen, aber fast ohne Abwehr ist das schwierig. Wir konnten, wie schon in der letzten Woche, in der Deckung die Ausfälle nicht kompensieren. Vorne war es aber deutlich besser“, analysierte Coach Klaus Peter Weinert den Auftritt seiner Mannschaft. Im Endeffekt kam es schlussendlich so, wie man es befürchtet hatte. Ohne Tom Grieser, Nils Wöschler, Tom Ihl, Fabian Naumann, Moritz Baumgart und Till Wöschler konnte gerade in der Deckung nicht die gewohnte Leistung abgerufen werden. „Wir hatten einen schlechten Start und gefühlt war beim Gegner jeder Angriff am Ende ein Tor. Um ganz ehrlich zu sein, hätte die Niederlage auch leicht höher ausfallen können. Wir haben einfach in der Abwehr gar keinen Zugriff bekommen“, sagte Mannschafskapitän Philipp Hammann nach der Partie und verteilte an Joshua Eberhard und Niklas Bayer ein Sonderlob. Das Duo kam am Ende des Abends auf 15 Treffer. Dass die Mannschaft nicht alles versucht hätte, kann man ihr aber sicherlich nicht vorwerfen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wurde alles reingeworfen, was aber gegen einen guten Gegner, der für seine Heimstärke bekannt ist, in der Summe aber nicht gereicht hat. Es war wahrlich kein Spiel für die Torhüter. „An ihnen hat es nicht gelegen“, sagte Weinert nach der Partie.
Als Joshua Eberhard mit seinem zweiten Treffer zum 4:4 ausglich, waren tatsächlich noch keine fünf Minuten gespielt. Die Gastgeber des HBMU begannen so, wie man es erwarten konnte. In höchstem Tempo wurden die eigenen Angriffe vorgetragen und schnell der Abschluss gesucht. Die Rosenstädter fanden über die gesamte Spielzeit kaum Mittel dagegen zu halten. Vor allem Philipp Schwenzer war ein ständiger Unruheherd und am Ende des Abends mit elf Treffern auch erfolgreichster Torschütze. Jedoch war man zumindest im Angriff verbessert gegenüber dem letzten Vorbereitungsspiel und fand auch selbst immer wieder die Lücke. Im Anschluss setzten sich die Hausherren ein erstes Mal auf zwei Tore ab, doch die Zweibrücker blieben dran und hielten den knappen Rückstand. Nach dem zwischenzeitlichen 16:14 (21. Minute) konnte sich der HBMU nach drei Treffern in Folge des guten Jan Hommen auf 19:14 in der 24. Minute absetzen. Zur Halbzeit lag die SG Zweibrücken bereits mit 22:16 in Rückstand.
Auch in Hälfte zwei blieben die Hausherren das bessere Team und konnten ihren Vorsprung nach und nach immer weiter ausbauen. Mitte der zweiten Halbzeit war der Rückstand zwischenzeitlich sogar auf acht Tore angewachsen (34:26, 46. Spielminute). Obwohl die Partie entschieden war, gaben sich die Löwen nicht auf und kämpften weiter verbissen. So konnte bis zum Ende der Partie immerhin der Rückstand immer weiter reduziert werden, zwischenzeitlich sogar auf nur noch drei Treffer (38:35, 58. Minute). Am Ende musste man sich aber dann doch mit 40:36 verdient geschlagen geben.
So bitter die Niederlage auch ist, so wenig sollte man sich davon runterziehen lassen. Die Ausgangslage ist nicht berauschend und wird sich in den kommenden Wochen auch nur teilweise zum Besseren verändern. Dennoch gab es auch Lichtblicke am gestrigen Spieltag. Der Einsatz hat gepasst und auch im Angriffsspiel zeigte man sich deutlich verbessert. Jetzt gilt es diese Niederlage aus den Kleidern zu schütteln und sich mit voller Konzentration und Intensität auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Kommenden Sonntag werden sie von den Südpfalz Tigern empfangen.
Für die SG Zweibrücken spielten:
Damian Zajac, Norman Dentzer im Tor; Joshua Eberhard 8, Niklas Bayer 7, Adam Soos 6, Maximilian Kroner 4/3, Nico Gräber 4, Philipp Hammann 3, Benjamin Zellmer 3, Marian Graff 1, Tim Eisel
Mit nur acht Feldspielern zum Saisonauftakt
Schlechter könnten die Voraussetzungen der neugegründeten Zweibrücker Spielgemeinschaft vor dem Saisonauftakt kaum sein. Wenn die Handballer der SG Zweibrücken am Samstag um 18:30 Uhr in der Philipp-Heift-Halle in Mülheim-Kärlich einlaufen, wird man lediglich acht Feldspieler zählen. Wie auch schon nahezu über die komplette Vorbereitungszeit wird Coach Klaus Peter Weinert auch zu Saisonbeginn gezwungen sein zu improvisieren. Doch auch den Handball Mülheim-Urmitz plagen Verletzungssorgen.
Noch bevor überhaupt das erste Spiel der Saison ausgetragen ist, haben bereits beide Mannschaften mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. SG-Trainer Klaus Peter Weinert ist, zumindest bislang, um diesen Start nicht zu beneiden und hat sich seine erste Saison als Cheftrainer der Löwen sicherlich anders vorgestellt und gewünscht. Lediglich acht gesunde Feldspieler stehen ihm zur Verfügung. Neben den bereits feststehenden Ausfällen von Nils Wöschler, Fabian Naumann und Tom Ihl, hat sich diese Woche noch Tom Grieser mit einer Knieverletzung, die er sich im letzten Spiel zugezogen hat, dazugesellt. Dem nicht genug kann Weinert aus privaten Gründen zudem auch nicht auf Till Wöscher und Moritz Baumgart zurückgreifen. Unterstützung aus der Saarlandligamannschaft kann für diesen Spieltag ebenfalls nicht geholt werden, da diese gleichzeitig in Überherrn in die Runde starten wird. „Wir wollen und werden das Beste daraus machen und uns keinesfalls kampflos ergeben“, gibt sich Weinert kämpferisch im Vorfeld der Partie. Es bleibt ihm und seinen Jungs auch wenig übrig, als die Situation so anzunehmen, wie sie ist.
Über große Teile der Vorbereitung war das Verletzungspech steter Begleiter der SG und hat in den letzten Wochen seinen Höhepunkt erreicht. Wenig verwunderlich gab es im letzten Test vor Saisonbeginn auswärts bei der SG Köndringen-Teningen auch noch ein üble 34:21-Klatsche. Nach der Partie zeigte sich Weinert wenig angetan und ließ seinem Ärger freien Lauf. „Wir haben sehr schlecht gespielt. Mit der Einstellung und dem Willen war ich nur bedingt zufrieden. Es ist aber auch so, dass wir die Ausfälle vorne nur teilweise und in Abwehr gar nicht kompensieren konnten“, so Weinert. Auch der wiedergewählte Mannschaftskapitän, Philipp Hammann, sieht in der Leistung vom letzten Wochenende noch Luft nach oben. „Eigentlich haben wir Anfangs gut mitgehalten, aber von Beginn auch zu viele Chancen vergeben. In der zweiten Halbzeit hatte man dann gemerkt, dass wir aufgrund der personellen Situation keine Wechselmöglichkeiten hatten und uns die Körner gefehlt haben. Leider haben wir uns in den letzten 20 Minuten dann auch ziemlich gehen lassen, weswegen das Ergebnis viel zu hoch ausgefallen war“, sagte Hammann. Bis auf den letzten Test haben seiner Meinung nach die Ergebnisse weitestgehend gestimmt. Gegen die Drittligisten gab es zumeist nur knappe Niederlagen und das HLZ Friesenheim-Hochdorf konnte sogar geschlagen werden. Gegen die sonstigen Gegner aus der Saarlandliga gab es klare Erfolge.
Der 28-jährige Vertriebsingenieur ist seit der C-Jugend im Verein und geht diese Runde in seine zwölfte Saison in der ersten Mannschaft. Er beackert unermüdlich die rechte Außenbahn und ist aus dieser Mannschaft nicht wegzudenken. Eiskalt vor dem Tor und aufopferungsvoller Kampf in der Abwehr zeichnen ihn aus und machen ihn innerhalb der Mannschaft als auch beim Publikum zu einem der Lieblinge. Für die Saison hat er klare Ziele vor Augen. „Wir wollen auf jeden Fall den Anschluss an die Spitze halten und so viele Spiele wie möglich gewinnen, damit wir zuhause immer eine volle Halle haben und unseren Fans attraktiven Handball präsentieren können“, so Hammann.
Eine vergleichbare Situation erlebt zurzeit auch der nächste Gegner der Rosenstädter. Der HB Mülheim-Urmitz wird ebenso von Verletzungssorgen geplagt und muss am Samstag voraussichtlich auf alle seine Linkshänder verzichten. Auch mit Blick auf die letzte Saison kann man gewisse Parallelen zu den Zweibrückern ziehen, denn auch die Mannschaft von HBMU-Trainer Hilmar Bjarnason konnte nur selten in Bestbesetzung antreten und hatte einiges an Verletzungspech zu verdauen. Dennoch konnten sie die Runde auf einem guten zehnten Rang abschließen und hätten auch leicht einige Plätze klettern können. Für diese Saison haben sie sich mit vier Neuzugängen gut verstärkt. Einer davon ist der erfahrene Oussama Lajnef, der mehr als 100 Länderspiele für sein Heimatland Tunesien vorweisen kann. Daneben konnte man noch aus der A-Jugend des VFL Gummersbach Rückraumspieler Danilo Burazor und von der HSG Römerwall Marvin Klaes für den Kreis verpflichten. Der vierte Neuzugang, Rechtshänder Markus Härig, wird am Samstag verletzt fehlen. Wer die Mannschaften von Bjarnason kennt, weiß, dass man auf sehr gut ausgebildete und vielseitige Mannschaften trifft, die an guten Tagen ein jede Mannschaft schlagen können. Jahr für Jahr gelingt es ihm eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, die hohes Tempo gehen kann und mit viel Spielintelligenz ausgestattet ist. Vor allem in eigener Halle präsentieren sich seine Jungs immer sehr stark und begeistern das lautstarke Publikum. „Am Anfang der Runde sind die Mannschaften schwer einzuschätzen. Letzte Runde war Mülheim ähnlich stark von Verletzungen gebeutelt wie wir. Vor allem Philipp Schwenzer am Kreis gilt es im Zaum zu halten“, so der SG-Kapitän.
Auch wenn die Ausgangslage wenig berauschend ist, brauchen sich die Zweibrücker keineswegs verstecken. Sie haben in vielen Situation und verschiedensten Konstellationen schon mehr als einmal bewiesen, dass sie über sich hinauswachsen und schwierigste Herausforderungen meistern können. Mit kühlem Kopf und heißem Herz wollen und werden sie dem HBMU am Samstag einen Fight liefern. Wofür es dann am Wochenende schlussendlich reichen wird, wird man danach wissen.
Zweite Mannschaft in Überherrn gefordert
Auch die Oberliga-Reserve der SG startet dieses Wochenende in die Saison. Sie werden ebenfalls am Samstag gefordert sein, wenn sie um 19 Uhr von der HSG Fraulautern-Überherrn empfangen werden. Letzte Saison konnte die HSG sich über einen guten siebten Rang freuen und wird auch für die Saison in diesen Regionen erwartet, vielleicht sogar etwas weiter oben. SG-Spielertrainer Max Sema weiß aus der Vergangenheit, dass die HSG sehr unangenehm zu spielen war. „Ich schaue aber in erster Linie auf meine Mannschaft. Mir ist es wichtiger, dass wir das umsetzen, was wir uns auch vornehmen. Die Ergebnisse kommen dann mit der Zeit von alleine“, so Sema. Mit der Vorbereitung seiner Mannschaft war er grundsätzlich zufrieden, sieht sich aber in seiner ersten Einschätzung auch bestätigt. „Man merkt leider noch, dass wir eine neue zusammengewürfelte Mannschaft aus Spielern beider Vereine plus den A-Jugendlichen haben, die sich erst noch finden muss. Gerade die technischen Fehler und die manchmal noch fehlende Abstimmung auf dem Spielfeld bereiten uns hier und da noch Probleme“, analysiert der 32-jährige Lehrer.
Welche Mannschaft ihm am Wochenende zur Verfügung steht, steht noch in den Sternen. Auch er hat einige angeschlagene Spieler, deren Einsatz für das Wochenende fraglich ist. „Zudem mussten wir zwei Spieler unserer Startformation an die erste Mannschaft abstellen, da diese den Schritt in die Oberligamannschaft geschafft haben. Ansonsten werden wir unseren Kader wie geplant durch A-Jugendliche erweitern.“
SG-Frauen treten direkt beim Topfavoriten an
Am Samstag starten die Handballerinnen der SG SV64/VT Zweibrücken in die kommende Saarlandligasaison. Nach der neunwöchigen Vorbereitung beginnt die offizielle Runde dabei direkt mit einem Paukenschlag. Die 64erinnen gastieren am Samstag nämlich bei der Drittligareserve der HSG Marpingen/ Alsweiler. Marpingen zählt schon seit vielen Jahren zu den stärksten Teams der Saarlandliga. Im vergangenen Jahr belegten sie nur knapp hinter der HSG Saarbrücken den zweiten Platz. Im Jahr zuvor konnten sie sogar die Meisterschaft feiern, mussten auf den Aufstieg aufgrund des Abstiegs ihrer ersten Mannschaft in die Oberliga allerdings verzichten. Marpingen ist ein starkes Team mit einer guten Mischung von erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten. Mit Joline Luther (ehemals Müller), Marie Kiefer und Laura Zägel treffen die Schützlinge von SG-Trainer Rüdiger Lydorf auf alte Mitstreiter aus gemeinsamen Tagen. Alle drei Spielerinnen trugen in der Vergangenheit schon das Trikot des SV 64 Zweibrücken. Ihre Kreise und die ihrer starken Mitspielerinnen gilt es am Samstag für die Rosenstädterinnen einzuengen.
Die Zweibrückerinnen nutzten die zweite Phase der Vorbereitung nochmal vor allem, um an ihrem taktischen Konzept in Abwehr und Angriff zu arbeiten. Dabei spielten sie in Testspielen gegen die beiden Oberligisten SG OBKZ und SG Mainz-Bretzenheim sowie die Pfalzligisten TV Hauenstein und HSG Landau.
In diesen Spielen konnten die 64erinnen viel für sich mitnehmen, wissen aber auch woran sie noch arbeiten müssen. Als Oberligaabsteiger nehmen die Zweibrückerinnen eine der Favoritenrollen in die kommende Saison ein, ohne dabei die starke Konkurrenz zu unterschätzen. Als Zielsetzung steht zuerst die Weiterentwicklung des Teams im Vordergrund. Trotzdem möchten die Löwinnen am Ende der Saison einen Platz unter den besten drei Teams belegen. “Wir bringen auf jeden Fall Potenzial mit. Um ganz vorne mitspielen zu können, brauchen wir aber auch die nötige Konstanz. Die hat uns bisher in der Vorbereitung etwas gefehlt, was verschiedene Ursachen hatte. Im Großen und Ganzen bin ich aber mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden. Ich denke wir müssen uns selbst noch Zeit geben, um uns von der letzten Saison zu erholen. Dafür wollen wir jetzt so schnell wie möglich alles geben, um uns Selbstbewusstsein zu holen”, zeigt sich SG-Coach Rüdiger Lydorf zufrieden mit der Entwicklung seiner Schützlinge. Mit Marpingen und Oberthal kommen innerhalb der ersten drei Spiele direkt zwei Topfavoriten auf die 64erinnen zu. “Für uns ist es natürlich schwer die Liga einzuschätzen, da wir als Neuling unsere Gegner nicht aus der Vergangenheit kennen. Ich denke aber, dass die ersten Spiele gegen Marpingen und Oberthal direkt ein guter Gradmesser sein werden, um herauszufinden, wo wir in der Liga stehen”, schätzt Lydorf die Situation realistisch ein.
Die Löwinnen nutzten die Trainingswoche nochmal, um am Feinschliff zu arbeiten. “Für uns ist es wichtig, dass wir schnell die Nervosität ablegen. Wenn wir es schaffen eine gute Leistung auf die Platte zu bringen, wird es denke ich ein enges Spiel werden. Da werden Kleinigkeiten entscheiden, wer am Ende die Nase vorn hat. Die Mädels sind motiviert und haben Lust am Wochenende ihr Bestes zu geben”, freut sich Lydorf auf den Saisonauftakt. Im ersten Spiel müssen die Löwinnen neben Lea Bullacher, die studienbedingt erst in der Rückrunde wieder zur Mannschaft stoßen wird, auch auf Nadine Zellmer und Lea Edrich verzichten. Anpfiff ist am Samstag um 20 Uhr in der Sporthalle Marpingen.
Noch etwas mehr als eine Woche haben die Handballer der SG SV 64/VT Zweibrücken Zeit, um den Feinschliff für die kommende Runde zu bekommen. Die Ergebnisse der letzten Testspiele sind durchaus in Ordnung, auch wenn Coach Weinert noch viel Luft nach oben sieht. Seine Arbeit hat sich aber seit dem vergangenen Wochenende erheblich erschwert, denn zwei teilweise schwere Verletzungen bereiten ihm einiges Kopfzerbrechen.
Nach Siegen über das HLZ Friesenheim/Hochdorf und die HSG Völklingen, traten die Rosenstädter am vergangenen Sonntag beim starken Drittligisten aus Dansenberg an. Viel mehr als die 32:27-Niederlage dürfte die Zweibrücker der verletzungsbedingte Ausfall von Nils Wöschler und Fabian Naumann schmerzen. Während Wöschler mit Ellenbogenbruch zwischen sechs und acht Wochen ausfallen wird, wird man auf die Rückkehr von Naumann, der sich das Kreuzband gerissen, bis auf das nächste Jahr warten müssen. Erneut ist SG-Trainer Klaus Peter Weinert gezwungen zu improvisieren. Auf Kräfte aus der zweiten Mannschaft kann er dabei kaum zurückgreifen, denn auch hier herrscht im Rückraum derzeit kein Überangebot. „Tom Grieser rückt jetzt in den Rückraum und Till hilft uns weiterhin aus, solange sein Bruder ausfällt“, erklärt Weinert der vorläufigen Plan.
Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten aus dem SG-Lager. Routinier und Führungsspieler Benni Zellmer hat sich schneller als erhofft von seiner Sprunggelenksverletzung erholt und ist wieder zur Mannschaft gestoßen. Auch Tom Ihl ist mittlerweile in das Mannschaftstraining eingestiegen. „Es wird aber wohl noch ein paar Wochen dauern, bis er mitspielen kann“, so Weinert.
In der spannenden Partie gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf gelang den Zweibrückern ein 23:24 (14:12) Auswärtserfolg. Von Beginn an dominierte der favorisierte Drittligist die Partie und führte ständig mit teilweise bis zu vier Toren. Doch der Oberligist aus Zweibrücken blieb dran und konnte am Ende mit der ersten eigenen Führung die Partie für sich entscheiden. Etwas mehr als sieben Minuten blieben sie in dieser Phase ohne Gegentor und drehten die Partie von 23:21 zu einem 23:24.
Vergangenen Freitag ging es am Abend zum letztjährigen Saarlandligameister aus Völklingen, der nur knapp am großen Ziel, dem Aufstieg in der Oberliga-RPS, vorbeigeschrammt war. Von Beginn waren die Rosenstädter dem Saarlandligisten weit überlegen und führten nach gerade einmal fünf Minuten bereits mit 0:6, wenig später 2:9 (10.). Beim Stand von 9:15 wurden die Seiten gewechselt. Auch in der zweiten Halbzeit wurden die Zweibrücker ihrer Favoritenrolle gerecht und schlugen die HSG Völklingen am Ende verdient mit 21:34.
Nur zwei Tage später wurden sie vom TuS Dansenberg empfangen. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzte sich der Drittligist aus Dansenberg Mitte der ersten Halbzeit langsam aber sicher ab und führte in der 21. Spielminute mit 13:7. Doch die Zweibrücker bewiesen Comeback-Qualitäten und kämpften sich bis zum Halbzeitpfiff auf 15:14 zurück. Unmittelbar nach dem Pausentee besorgte Benni Zellmer mit zwei schnellen Treffern sogar die erste und aus SG-Sicht leider einzige Führung der Partie (15:16, 32.). In der Folge spielte der TuS seine ganze Qualität aus, drehte die Partie und gewann am Ende verdient mit 32:27.
„Die Spiele nach Trainingspause waren alle noch etwas durchwachsen“, sagte ein unzufriedener SG-Coach und ergänzte, dass man zunächst abwarten müsse wie man die Ausfälle kompensiert bekommen würde. Am Samstag, dem 02.09.2023, spielen sie ihr letztes Testspiel und werden von Drittligaabsteiger SG Köndringen/Teningen empfangen. Es gilt jetzt eine gute Leistung abzuliefern und mit einem guten Gefühl in die Saison zu starten. Nicht nur mit Blick auf das Verletzungspech wird gerade der Start in die Saison mehr als knackig. Fünf der ersten sechs Partien werden die Zweibrücker auswärts gefordert sein. Erstes Heimspiel ist nach drei Partien in der Fremde das Duell mit der Reserve des TuS Dansenberg am 30.09.2023 um 18 Uhr in der Westpfalzhalle.
Die erste Phase der Vorbereitung konnte bei der SG SV 64/VT Zweibrücken erfolgreich abgeschlossen werden. Zum Abschluss gab es am 04.08. im Testspiel gegen den TuS Brotdorf einen klaren und ungefährdeten 36:19 (21:11) Heimerfolg. Nach schwachem Start steigerte sich die Mannschaft von Coach Klaus Peter Weinert von Minute zu Minute und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Danach ging es eine wohlverdiente einwöchige Pause. Am 15.08. starten die Rosenstädter in die zweite Phase der Vorbereitung.
„Vorne ließen wir zu Beginn wieder zu viele gute Chancen liegen“, ärgerte sich Coach Weinert nach der Partie. Zudem leistete man sich in der Abwehr in der Summe zu viele Nachlässigkeiten. So war er früh in der Partie gezwungen zu reagieren und umzustellen. Dass es nicht ganz rund laufen könnte, war ihm im Vorfeld klar und wunderte Weinert nicht, denn mit Niklas Bayer, Adam Soos und auch Nils Wöschler fiel mehr oder weniger die erste Rückraumreihe für diese Partie aus. Der ambitionierte Saarlandligist aus Brotdorf, der sich vor der Runde mit den VTZ-Handballern Hendrik Rolshausen, Julian Kreis und Dominik Rifel verstärken konnte, zeigte zu Beginn eine ansprechende Leistung und hielt so die Partie auch bis in die 19. Minute offen (11:10). Danach aber zeigte der Oberligist sein ganzes Können und zog zunächst binnen fünf Minuten auf 17:10 davon. Zur Halbzeit hatte die SG ihren Vorsprung bereits auf 21:11 ausgebaut.
Auch in der zweiten Halbzeit hatte man nicht mehr das Gefühl, dass sie den Fuß vom Gaspedal nehmen würden. Dank einer starken zweiten Halbzeit von Torhüter Norman Dentzer hatte der von Andreas Birk trainierte Saarlandligist keine Chance gegen den SG-Express, der seinen Vorsprung immer weiter ausbauen konnte und am Ende sich über einen verdienten 36:19-Heimerfolg freuen konnte. Beste Werfer der Partie waren die beiden Zweibrücker Joshua Eberhard und Nico Gräber mit jeweils sieben Treffern.
Das nächste Testspiel ist terminiert auf den 19.08., wenn die SG vom HLZ Friesenheim-Hochdorf empfangen wird.