Am Ende war es deutlich. Die SG Zweibrücken verliert auswärts beim HV Vallendar mit 31:24 (14:9). So deutlich es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt, war die Partie aber keineswegs. Gegen das heimstarke Topteam vom Mallendarer Berg hatten die Rosenstädter mehr als genug Chancen, scheiterten aber zu oft im Torabschluss. Bester Zweibrücker Werfer was Tom Ihl mit sieben Treffern.
„Wir haben eigentlich, vor allem hinten, gut angefangen, aber vorne zu viel liegen lassen. Zu den verschossenen Bällen kamen dann noch zu viele technische Fehler dazu. Bei 19 Paraden beim Gegner und den vielen technischen Fehlern kann man nicht gewinnen“, erklärte SG-Coach Klaus Peter Weinert nach der Partie.
Beide Mannschaften griffen in den ersten Minuten der Partie beherzt zu und wollten sich ihre Sicherheit über eine gute Defensive holen. Das Resultat: Acht Minuten waren gespielt, als es erst 2:2 stand. Während die favorisierten Hausherren jetzt aber die nächsten Treffer nachlegen konnten, dauerte es bei den Gästen aus der Rosenstadt bis in die 12. Minute, dass der dritte Treffer durch Tom Ihl bejubelt werden konnte. Da führten die Hausherren bereits 5:3. Als es nach etwas mehr als 16 Minuten 7:4 für den HV Vallendar stand, nahm Weinert eine Auszeit. Zwar konnten sie im Anschluss den Rückstand nicht nennenswert verkürzen, doch jetzt merkte man, dass sie besser in der Partie waren. So reagierte in der 19. Minute auch HVV-Trainer, Veit Waldgenbach, und stellte seine Jungs neu ein. Doch zunächst konnten die Zweibrücker Löwen die folgenden Minuten besser nutzen. Nach dem zwischenzeitlichen 9:6 (19.) konnte nach einem 3:0-Lauf in 24. Minute der Ausgleichstreffer zum 9:9 durch Max Kroner erzielt werden. Die Schlussphase gehörte dann aber wieder den favorisierten Männern vom Mallendarer Berg. „ In der Abwehr wurde es dann schwierig, weil sie von da an mit dem siebten Feldspieler agierten und dies auch gut machten“, sagte Weinert. Bis zur Halbzeit gelang den Rosenstädtern kein Treffer mehr, während die Hausherren gleich fünf Stück nachlegen konnten und mit einer 14:9-Führung in die Halbzeit gingen.
(War mit sieben Treffern bester Zweibrücker Werfer - Tom Ihl)
Den bedeutend besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Zweibrücker Handballer und verkürzten binnen drei Minuten auf 14:12. Vielleicht wäre in dieser Phase noch mehr drin gewesen für die Zweibrücker, doch nacheinander wurde zunächst eine Zeitstrafe gegen Tom Ihl und wenig später gegen Nils Wöschler ausgesprochen. Anstatt den Rückstand weiter zu reduzieren, oder zumindest zu halten, lag man so mit 16:12 im Hintertreffen. Der gute HVV-Rückraum um Jan Waldgenbach und Henrik Walb war es jetzt, der das Zepter an sich riss. Drei Treffer Walb und zwei Treffer durch Waldgenbach brachten die Hausherren in der 46. Minute auf eine beruhigende 20:14-Führung. Die Rosenstädter gaben sich nicht auf und kämpften beherzt weiter, doch es gelang ihnen nicht mehr den Favoriten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
„Niederlage geht voll in Ordnung und ich bleibe dabei, das Vallendar dieses Jahr bei der Meisterschaft ein ernstes Wörtchen mitredet“, so Weinert. Nächste Woche Samstag empfangen die Zweibrücker Löwen die HSG Rhein-Nahe Bingen, die mit zwei Siegen nach drei Spieltagen einen guten Start in die Saison hingelegt hat und derzeit auf dem fünften Rang steht.
Für die SG Zweibrücken spielten:
Norman Dentzer und Damian Zajac im Tor,
Tom Ihl 7, Nico Becker 5, Nils Wöschler 4, Tom Grieser 3, Maximilian Kroner 2/1, Joshua Eberhard 2, Samuel Reitz 1, Philipp Hammann, Tim Eisel, Nico Graeber, Martin Leufke