SG SV 64/ VT Zweibrücken - ASC Quierschied 30:26 (18:14)
Im ersten Heimspiel holten sich die Handballerinnen der SG SV 64/ VT Zweibrücken den ersten Sieg in der Oberliga-Saison 2024/25. Gegen den ASC Quierschied setzten sich die Zweibrückerinnen mit 30:26 durch.
Es war der erwartet harte Kampf. Schon aus dem Jahr zuvor wussten die Rosenstädterinnen, dass Quierschied ein unangenehmer Gegner sein würde, gegen den sich die Löwinnen alles andere als leichttaten.
Der Anfang der Partie sollte das bestätigen. Die Gäste gingen durch einen Doppelschlag ihrer besten Spielerin Veronika Gawron gleich 0:2 in Führung. Doch die Löwinnen zogen gleich. Durch ihr Tempospiel erarbeiteten sich die Hausherrinnen gute Chancen und schafften nach fünf Minuten den Führungswechsel (4:3). In den ersten zehn Minuten war es vor allem Vera Jänicke, die sich aus der zweiten Welle durch die Abwehr tankte oder ihre Bälle von hinten treffsicher im Tor unterbrachte. Sie erzielte gleich fünf von insgesamt neun Zweibrücker Treffern in der Anfangsphase und sorgte dafür, dass sich die Rosenstädterinnen etwas absetzen konnten (9:5; 10. Spielminute).
Doch Quierschied bewies Kampfgeist und blieb den Gastgeberinnen weiterhin auf den Fersen. Innerhalb weniger Minuten verkürzten sie den Abstand wieder auf zwei Tore und sorgten für eine hohe Spannung auf der Tribüne (10:8; 14. Spielminute). In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit lieferten sich die beiden Teams einen offenen Schlagabtausch. Die Zweibrückerinnen erarbeiteten sich häufig gute Chancen, konnten diese aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Erst in den letzten Minuten von Halbzeit eins schafften es die Löwinnen sich wieder etwas absetzen. Mit einem Tor von Lucy Hilz und einem Doppeltreffer von Lea Luga erhöhten sie von 15:13 auf 18:13 und erzielten somit die erste fünf Tore Führung des Spiels (30. Spielminute). Doch wer dachte, dass sie diese Führung so kurz vor dem Halbzeitpfiff auch mit in die Pause nehmen könnten, hatte seine Rechnung ohne Veronika Gawron gemacht. Zusammen mit der Pausensirene feuerte sie den Ball aus dem Rückraum ins Zweibrücker Tor und verkürzte somit auf 18:14.
(War mit sechs Treffern beste Werferin - Lea Luga)
Der Beginn der zweiten Halbzeit war ein Spiegelbild des vergangenen Wochenendes. Wieder verschliefen die Rosenstädterinnen den Start und überließen ihrem Gegner die Oberhand. Mit einem 0:3 Lauf war die, vor der Pause hart erarbeitete Führung, verpufft (18:16; 34. Spielminute). Nachdem dann auch noch Charlotte Krauss mit einer Zeitstrafe vom Feld musste, hatte Quierschied nun die Chance das Spiel zu drehen.
Doch in Unterzahl schafften es die Hausherrinnen den Ball zu verteidigen und spielten auf Anna Sommer die zum Gegenstoß lief und den Ball sicher im Quierschieder Tor unterbrachte. Im Gegenzug hielt SG-Torhüterin Diana Späth einen Strafwurf und Ella Hartfelder traf in Unterzahl zur 20:16 Führung (38. Spielminute).
Jetzt galt es für die Zweibrückerinnen die zurückgewonnene vier Tore Führung über die Spielzeit zu bringen. Das sollte ihnen auch gelingen. Die Löwinnen bewiesen in der Abwehr hohen Kampfgeist und warfen sich ein ums andere Mal in die Zweikämpfe gegen die körperlich starken Quierschiederinnen. Jetzt war es unter anderem Ina Sohns aus der zweiten Mannschaft die sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr Entlastung für die Hauptakteurinnen der SG brachte und in der heißen Phase selbst drei Tore zum Sieg beisteuerte.
Am Ende gewannen die SG-Handballerinnen verdient mit 30:26 und konnten somit ihren ersten Sieg in dieser Saison feiern.
“Es war heute bestimmt nicht unsere beste Leistung aber wir wussten, dass Quierschied ein unangenehmer Gegner wird und sind daher froh über die ersten beiden Punkte. Wir wissen aber auch, dass wir nächste Woche eine deutliche Leistungssteigerung brauchen um in Marpingen mithalten zu können. Darauf wollen wir in der kommenden Trainingswoche unseren Fokus setzen”, resümiert SG-Trainer Rüdiger Lydorf das Spiel. Nächsten Samstag treten die Zweibrückerinnen bei der HSG Marpingen/ Alsweiler 2 an. Mit dem Duell erster gegen zweiter der vergangenen Saison können die Zuschauer sich auf ein echtes Topspiel freuen. Daher gilt es die Trainingswoche zu nutzen um sich auf die kommende Partie vorzubereiten.
Es spielten:
Christina Grünewald und Diana Späth im Tor,
Lea Bullacher 3, Lea Luga 6, Ella Hartfelder 5/1, Lucy Hilz 3, Vera Jänicke 5, Emma Klein, Lejla Carkadzija 1, Anna Sommer 4, Charlotte Krauß, Ina Sohns 3/2
Siebenmeter: 3/5 – 4/6, Zeitstrafen: 2:2, Zuschauer: 40
Schiedsrichter: Scholer (Elm-Sprengen)