Seit dem letzten Wochenende sind die Zweibrücker Löwen endgültig in der Saison angekommen – und wie! Sie zeigten eine überragende Leistung gegen den bis dahin Spitzenreiter der Regionalliga Südwest und schlugen die HSG Kastellaun/Simmern mit 39:23 (18:10) auch in der Höhe verdient. Nun wollen sie im dritten Heimspiel in Folge nachlegen: Am Samstag um 18 Uhr empfangen sie in der Westpfalzhalle den TuS KL-Dansenberg zum Derby.
Regionalliga Südwest · Vorbericht zum Derby
Zweibrücker Löwen – TuS KL-Dansenberg
Samstag, 18:00 Uhr · Westpfalzhalle Zweibrücken
Dass die Löwen Handball spielen können und dem Tabellenführer Paroli bieten werden, war vor der Partie klar. Dass es am Ende aber eine solche Machtdemonstration der Rosenstädter werden würde, damit hatten selbst die größten Optimisten nicht gerechnet. Doch sie zündeten von der ersten Sekunde an ein Feuerwerk ab. „Im Gegensatz zu Kastellaun/Simmern, die ganz oben in der Tabelle waren, sind wir nicht ganz gut gestartet. Die Motivation war extrem hoch, dem Tabellenführer zu zeigen, was wir können“, sagt Nils Wöschler. Er und sein Team haben die Zuschauer am vergangenen Samstag in den 60 Spielminuten begeistert. „Wir haben eine bockstarke Abwehr gestellt und jeder war motiviert. Dadurch sind wir gut reingekommen, und ich glaube, sie waren auch überrascht von der Energie, die wir reingebracht haben“, so Wöschler.
„Wir haben einen guten Run und viel Selbstvertrauen. Jetzt haben wir gesehen, wozu wir in der Lage sind.“
Nils Wöschler, Rückraumspieler der Zweibrücker Löwen

Der 29-jährige Rückraumspieler ist der verlängerte Arm des Trainers auf dem Feld. Als Denker und Lenker im Spiel der Löwen versteht er es wie kaum ein Zweiter, das Tempo zu bestimmen und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Am Samstag wollen er und seine Mannschaftskollegen ihre gute Form bestätigen und den nächsten Sieg einfahren.
Gegnercheck: Unangenehme Aufgabe gegen Dansenberg
Zu Gast ist dann der TuS KL-Dansenberg. Der TuS steht derzeit mit 5:9 Punkten auf dem siebten Rang. Nach einem guten Saisonstart mit starken 5:1 Punkten aus den ersten drei Partien folgten zuletzt vier Niederlagen in Serie. Die Gegner waren jedoch bis hierhin auch stark, darunter waren nicht nur die HSG Kastellaun/Simmern, sondern auch der TV Homburg. Wie schwer es auswärts bei den HF Illtal sein kann, wissen die Zweibrücker nur zu gut. Am ersten Spieltag kamen sie nicht über ein Unentschieden hinaus und lagen kurz vor Schluss noch in Rückstand, ehe Wöschler per verwandeltem Siebenmeter immerhin einen Punkt retten konnte.
Vor dem Team aus Dansenberg muss man aber gewarnt sein: Sie konnten dem Top-Team aus Hassloch bereits einen Punkt abknöpfen und auch der TV Homburg, Absteiger aus der 3. Liga und einer der Favoriten auf den Titel, wäre letztes Wochenende fast gefallen. „Dansenberg ist immer unangenehm. Es ist eine gute, junge und schnelle Mannschaft“, weiß Wöschler. Neben den Brüdern Holstein haben sie mit dem wurfgewaltigen Linkshänder Vincent Uben, den quirligen und pfeilschnellen Theo Poloczek und Ben Kölsch viele unterschiedliche Spielertypen in ihrer Mannschaft.
Die Rosenstädter schauen aber erst einmal auf sich selbst. „Wir haben einen guten Lauf und viel Selbstvertrauen. Jetzt haben wir gesehen, wozu wir in der Lage sind. Ich bin optimistisch für das Wochenende und hoffe, dass die Halle erneut so voll ist wie am vergangenen Samstag“, sagt Wöschler.
Zweite Mannschaft empfängt Vorjahresmeister
Auch die Youngsters der Zweibrücker Löwen sind am Wochenende gefordert. Sie empfangen am Sonntag um 18 Uhr in der Westpfalzhalle die neue Spielgemeinschaft der Herren. Die HF Untere Saar ist eine Spielgemeinschaft aus dem TuS Brotdorf und dem HSV Merzig-Hilbringen. In der letzten Saison war der HSV allein erst in der Qualifikation an Osthofen und Nieder-Olm gescheitert und konnte somit nicht in die Regionalliga Südwest aufsteigen. Als letztjähriger Meister gehen sie diese Saison aber wieder als Favorit in die Runde und stehen mit 8:2 Punkten auf dem dritten Rang der Oberliga-Tabelle. Es wird eine schwere Aufgabe für die Youngsters, die aber befreit aufspielen können und dem Favoriten ein Bein stellen wollen.






















