Spitzenreiter zu Gast bei den SG-Frauen

Nach einer fast vierwöchigen Spielpause steht den Handballerinnen der SG Zweibrücken am Sonntag gleich eine echte Bewährungsprobe bevor. Mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter HSV Merzig/Hilbringen kommt nämlich der aktuell dominierende Titelaspirant der Oberliga Saar seine in die heimische Westpfalzhalle. Die Saarländerinnen führen die Tabelle mit 30:2 Punkten an und haben sich mit einem Vier-Punkte-Vorsprung auf Verfolger HSG Marpingen/Alsweiler eine komfortable Ausgangsposition im Meisterschaftsrennen erarbeitet.

Doch zuletzt geriet das Erfolgsprojekt der Gäste ins Stocken. Nach einer makellosen Hinrunde ohne Punktverlust musste Merzig im ersten Auswärtsspiel des neuen Jahres unerwartet einen Punkt gegen den Tabellenneunten TV Merchweiler abgeben. Auch gegen Marpingen konnten sie im letzten Spiel eine lange Führung nicht ins Ziel retten und mussten sich am Ende mit einem Unentschieden begnügen.

Sowohl Zweibrücken, als auch Merzig mussten zuletzt eine mehrwöchige Faschingspause einlegen, sodass entscheidend sein wird, welches Team schneller in den gewohnten Spielrhythmus findet. Dass sie gut aus der Pause kommen können, bewiesen die Zweibrücker Löwinnen bereits im Hinspiel. Nach einer ebenfalls vierwöchigen Pause zeigten sie damals eine starke Leistung und behielten lange die Führung. Erst in den letzten zehn Minuten kippte die Partie zugunsten der Merzigerinnen, die sich denkbar knapp mit 21:20 durchsetzten. Diese bittere Niederlage wollen die Zweibrückerinnen nun vergessen machen und dem Favoriten erneut alles abverlangen.

SG-Trainer Rüdiger Lydorf ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „Merzig ist ein extrem ausgeglichenes Team, das auf allen Positionen stark besetzt ist. Sie spielen seit Jahren in der Spitze mit und sind auch in dieser Saison sehr souverän unterwegs. Besonders ihr Rückraum besitzt eine enorme Durchschlagskraft, die schwer zu stoppen ist. Zudem stehen sie defensiv sehr stabil, was man an den wenigen Gegentoren sieht.“

Trotz der harten Nuss die auf sie zukommt wollen die Rosenstädterinnen ihre gute Leistung aus dem Hinspiel wiederholen und den Favoritinnen aus Merzig solange wie möglich die Stirn bieten um das Momentum diesmal vielleicht auf ihre eigene Seite zu bringen.

„Wir wissen, dass gegen Merzig vieles passen muss und wir eine sehr gute Leistung brauchen um mithalten zu können, aber wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Sie sind nicht optimal aus der Winterpause gekommen – das müssen wir ausnutzen. Wir sind topmotiviert die Niederlage aus dem Hinspiel wiedergutzumachen“, zeigt sich Lydorf realistisch.

Die Personalsituation bei den Zweibrückerinnen bleibt dabei noch eine offene Frage. Während der Trainingspause hatten einige Spielerinnen mit Blessuren zu kämpfen. Daher wird sich erst im Laufe der Woche entscheiden, ob das Team bis auf die Langzeitverletzten Lucy Hilz und Lea Edrich am Sonntag in voller Besetzung antreten kann.

Anpfiff ist am Sonntag um 16 Uhr in der Westpfalzhalle in Zweibrücken. Direkt im Anschluss trifft die zweite Mannschaft der SG auf die Reserve des HSV Merzig/Hilbringen.

 

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