SG-Handballerinnen gewinnen ersatzgeschwächt in Quierschied

Am Sonntagabend machten es die Mädels der SG Zweibrücken bei der Oberligapartie gegen den ASC Quierschied nochmal richtig spannend. In der zweiten Hälfte verspielten sie ihre fünf Tore Halbzeitführung und gerieten fünf Minuten vor Abpfiff sogar mit einem Zähler in Rückstand. Doch die Gäste aus der Rosenstadt bewiesen Nerven und drehten das Spiel in den Schlussminuten nochmal zu ihren Gunsten. Beste SG-Torschützin beim 25:26 Auswärtssieg war Lea Luga mit sieben Treffern (davon ein Siebenmeter).

„Das war heute wirklich Schwerstarbeit. Uns sind am Ende durch die wenigen Wechselmöglichkeiten denke ich einfach die Körner ausgegangen. Deshalb sind wir aber umso glücklicher, dass wir das Spiel trotzdem noch drehen konnten und mit zwei Punkten im Gepäck nach Hause fahren“, freut sich SG-Trainer Rüdiger Lydorf über den hart erkämpften Sieg.

Die Vorzeichen für das Spiel standen nämlich zunächst nicht sehr gut. Die Löwinnen mussten krankheitsbedingt auf Torhüterin Diana Späth und Kreisläuferin Lea Bullacher verzichten und auch Spielmacherin Katrin Hoffmann war aufgrund von Knieproblemen nur sehr bedingt einsatzfähig.

Doch davon zeigten sich die Löwinnen zu Beginn sichtlich unberührt und legten einen fulminanten Start hin. Aus einer guten Abwehr heraus spielten sie schnell nach vorne und münzten ihre Ballgewinne in einfache Tore um. Nach zehn Minuten hatten sie sich eine 1:7 Führung erspielt, bei der vor allem Emma Klein hervorstach. Sie allein verwandelte in der Anfangsphase vier der insgesamt sieben Tore der Rosenstädterinnen.

Doch Quierschied holte gleich zum Gegenschlag aus. Nach dem Treffer zum 2:8 durch Ella Hartfelder in der 12. Minute leisteten sich die Löwinnen zu viele technische Fehler und Fehlwürfe und blieben so ganze zehn Minuten ohne Torerfolg. Das nutzten die Hausherrinnen aus und verkürzten mit einem 4:0 Lauf auf 6:8 (22. Spielminute). SG-Trainer Rüdiger Lydorf reagierte sofort mit einer Auszeit, um seinen Schützlingen nochmal einen neuen Impuls zu geben. Mit neuem Elan setzten die SG-Handballerinnen die Anweisungen gleich in die Tat um und erweiterten ihre Führung mit drei Treffern in Folge auf 6:11 (25. Spielminute). Die fünf Tore Führung konnten sie diesmal auch bis zum 8:13 Halbzeitstand halten.

In der zweiten Hälfte taten sich die Zweibrückerinnen um einiges schwerer als in Durchgang eins. Mit fortlaufender Spielzeit machten sich die durch die Ausfälle begrenzten Wechselmöglichkeiten der SG-Handballerinnen bemerkbar. Die körperlich überlegenen Quierschiederinnen verlangten ihnen einiges ab und nutzten die immer weiter schwindenden Kräfte der Gäste aus. Die wuchtigen Eins gegen Eins Aktionen des ASC konnten die Rosenstädterinnen häufig nur noch mit einem Siebenmeter und Zeitstrafen stoppen.

Wieder einmal in Überzahl erzielte Carina Lerner mit einem Doppeltreffer neun Minuten vor Schluss den ersten Ausgleich der Partie (22:22). Veronika Gawron, die nur wenige Monate nach ihrer Kreuzbandoperation für das Spiel gegen die Zweibrückerinnen reaktiviert wurde, traf zwei Minuten später per Strafwurf sogar zur 23:22 Führung für die Gastgerberinnen. Doch in einer spannenden Schlussphase schlug das Momentum doch noch auf die Seite der SG-Handballerinnen, die es schafften, das Spiel zu drehen und am Ende die nächsten beiden Punkte mit nach Zweibrücken zu holen.

Es spielten:

Christina Grünewald und Leyla Semar im Tor;

Vera Jänicke 4, Ella Hartfelder 5, Anna Sommer, Lejla Carkadzija 1, Charlotte Krauß 2, Emma Klein 5, Katrin Hoffmann, Celine Jag 2, Lea Luga 7/1

Siebenmeter: 3/8 - 1/4; Zeitstrafen: 1– 3; Zuschauer: k.A.

Schiedsrichter:  Kursatz/ Meyer

Saarlandstr. , 66482 Zweibrücken -49 6332 91014-88 info@sgzw.de