In dieser Saison haben die Handballerinnen der SG Zweibrücken das Glück nicht auf ihrer Seite. Schon im Sommer hatten die Zweibrückerinnen Probleme ihre Vorbereitung zu bestreiten und mussten aufgrund einer Vielzahl von verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen oftmals auf mehrere Spielerinnen der Jugend und zweiten Mannschaft zurückgreifen. Lediglich in einem einzigen Spiel konnten die Rosenstädterinnen vor dem Saisonstart auf ihren vollständigen Kader zurückgreifen. Nachdem sich Rückraumspielerin Lea Edrich im August das Kreuzband riss, musste auch Spielmacherin und Kapitänin Lucy Hilz ihre Saison mit der gleichen Verletzung im Oktober gezwungenermaßen beenden. Im Januar verletzte sich dann auch Katrin Hoffmann, die zuvor für Lucy Hilz in den Kader zurückkehrte am Knie und konnte seitdem kein Spiel mehr bestreiten. Ob sie in dieser Saison nochmal eingesetzt werden kann, ist weiterhin unklar. Im letzten Spiel gegen Merzig führte sich der Fluch der Rückraummitteposition der Zweibrückerinnen fort. Celine Jag rückte aufgrund des Ausfalls von Hoffmann von Linksaußen auf die Spielmacherposition nach, brach sich in einer ihrer ersten Zweikampfaktionen gegen den Tabellenführer allerdings unglücklich die Nase. Das bedeutet auch für sie das vorzeitige Ende der Saison. Aufgrund dieser Ausfälle wird für die restlichen Rundenspiele Gina Conrad aus der zweiten Mannschaft in den SG-Kader rücken.
Trotz der schwierigen Situation wollen die Zweibrückerinnen ihren Platz im Mittelfeld weiterhin verteidigen und den Anschluss nach vorne behalten. Dafür gilt es in den fünf verbleibenden Saisonspielen weiterhin fleißig Punkte zu sammeln. Den ersten Schritt dafür könnten sie am Wochenende gehen. Am Samstag spielen sie nämlich gegen ihren direkten Tabellennachbarn der HSG Ottweiler/ Steinbach. Im Hinspiel lieferten sich die beiden Teams über 60 Minuten einen offenen Schlagabtausch. Am Ende konnten sich die SG-Löwinnen zuhause zwar knapp mit 25:24 durchsetzen, wissen aber daher um die schwere Aufgabe, die ihnen am Wochenende bevorsteht. Mit Becky Gerlach und Miriam Baab hat Ottweiler zwei Toptorschützinnen in ihren Reihen, die Dreh- und Angelpunkt ihrer Offensive sind. Ihre Kreise gilt es für die Rosenstädterinnen einzuengen und mit einer kompakten Deckung zu agieren.
Wichtiger wird es wohl jedoch sein ihr eigenes Spiel auf die Platte zu bringen. Denn durch die Ausfälle müssen sie wiedermals einige Umstellungen sowohl in der Abwehr als auch im Angriff vornehmen. Somit lag das Hauptaugenmerk während der Trainingswoche darauf sich in den neuen Formationen einzuspielen und Abläufe zu sichern. „Am Wochenende wird es gerade durch das Haftmittelverbot in Ottweiler essenziell sein eine stabile Abwehr zu stellen. Dennoch brauchen wir aber auch im Angriff eine deutliche Leistungssteigerung zu letzter Woche. Wir werden im Training auf die Ausfälle reagieren müssen und verschiedene Konstellationen ausprobieren“, weiß SG-Trainer Rüdiger Lydorf zu Beginn der Trainingswoche. Doch egal in welcher Formation sie am Samstag auf der Platte stehen, das Ziel ist klar: Die Löwinnen wollen gegen ihren direkten Konkurrenten die nächsten beiden Punkte einfahren und ihren siebten Platz verteidigen.
Anpfiff ist am Samstag um 16 Uhr in der Seminarsporthalle in Ottweiler.