SG-Frauen unterliegen ersatzgeschwächt knapp im Verfolgerduell

Für die Zweibrücker Handballerinnen standen die Zeichen vor dem Spiel gegen ihren direkten Tabellennachbarn HSG Ottweiler/ Steinbach alles andere als gut. Aufgrund mehrerer verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle mussten die SG-Frauen mit nur einem einzigen Auswechselspieler antreten. Denn neben den beiden Kreuzbandverletzten Lea Edrich und Lucy Hilz, mussten auch Katrin Hoffmann (Knieverletzung), Celine Jag (Nasenbeinbruch), Emma Klein (Krankheit) und Gina Conrad (Krankheit) passen. Dadurch war SG-Trainer Rüdiger Lydorf auch schon während der Trainingswoche in seinen Möglichkeiten sehr eingeschränkt und die Löwinnen konnten sich nur bedingt auf ihren Gegner vorbereiten. Trotz der personellen Lage kämpften sich die Löwinnen aber mit vollem Einsatz in die Partie und spielten mit den Hausherrinnen über 60 Minuten auf Augenhöhe. In der Schlussphase lag das Glück allerdings mehr auf Ottweiler Seite, die sich am Ende mit 26:25 durchsetzten.

„Die Niederlage war natürlich bitter. Trotzdem müssen wir versuchen die positiven Dinge zu sehen. Die Mädels haben sich trotz der personellen Notlage voll reingehängt und bis zum Schluss gekämpft. Einige Spielerinnen sind auch an ihrer neuen Aufgabe gewachsen und haben nochmal einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Das wollen wir für die nächsten Wochen mitnehmen“, richtet Lydorf schon den Blick nach vorne.

In der Defensive machten die Zweibrückerinnen ihre Sache auch in ungewohnter Formation über weite Strecken gut. Gerade Anna Sommer, die von der Außen- auf die Halbposition eingerückt war nahm sich ihrer neuen Aufgabe super an und wuchs mit einer starken Defensivleistung über sich hinaus. Im Angriff stach vor allem die mit 12 Toren, beste Torschützin Vera Jänicke hervor, die mit dynamischen Eins-gegen-Eins Aktionen überzeugte. Doch auch Lea Luga zeigte auf der Spielmacherposition einen großen Entwicklungsschritt und führte gekonnt Regie. Zudem präsentierte sie sich gewohnt gegenstoßstark und glänzte mit acht Treffern.

Schon zu Beginn der Partie lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nach zehn Minuten erlangten die Gäste aus der Rosenstadt erstmals die Führung zum 3:4 durch Lea Luga. Doch Ottweiler konterte und verhinderte eine höhere Führung der Zweibrückerinnen. Nach zwanzig Minuten schafften es die SG-Handballerinnen jedoch durch zwei Treffer in Folge sich erstmals auf drei Tore abzusetzen und zwangen Ottweiler zu einer Auszeit (8:11). Die Auszeit zeigte ihre Wirkung und die Gastgeberinnen zogen mit einem 3:0 Lauf zum 11:11 nach (26. Spielminute). Mit einem kleinen Vorsprung von 12:13 für die Gäste ging es dann in die Halbzeitpause.

In Durchgang zwei fanden die Löwinnen den besseren Start. Mit zwei Treffern in Folge setzten sie sich wieder auf drei Tore ab (12:15; 32. Spielminute) und hatten sogar mehrere Chancen ihre Führung noch weiter zu erhöhen. Diese ließen sie allerdings ungenutzt und gaben den Hausherrinnen so die Möglichkeit innerhalb weniger Minuten wieder zum 15:15 auszugleichen (35. Spielminute). Von da an sahen die Zuschauer wieder eine Partie auf Augenhöhe. Mit einem ständigen Führungswechsel steuerten beide Teams auf die Schlussphase zu. In der 55. Spielminute traf Vera Jänicke zum 22:24 für die SG Zweibrücken und es sah danach aus als würde das Momentum auf ihre Seite schlagen. Doch Ottweiler legte mit zwei schnellen Toren innerhalb von 30 Sekunden nach und machte die Führung wieder vergessen (24:24; 55. Spielminute). In der Endphase hatte dann Ottweiler das nötige Quäntchen Glück mehr auf ihrer Seite und verteidigte eine 26:25 Führung über die restliche Spielzeit.

Für die Zweibrückerinnen heißt es jetzt Mund abwischen und den Blick nach vorne richten. Denn nächste Woche empfangen sie mit der HG Saarlouis den aktuellen Tabellenzweiten, der gewinnen muss um weiterhin eine mögliche Chance auf die Meisterschaft zu haben.

Es spielten:

Christina Grünewald, Leyla Semar und Diana Späth im Tor;

Vera Jänicke 12, Ella Hartfelder 2, Lea Bullacher, Anna Sommer 2, Lejla Carkadzija 1/1, Charlotte Krauß, Lea Luga 8

Siebenmeter: 4/5 - 1/3; Zeitstrafen: 1 – 0; Zuschauer: 40

Schiedsrichter:  Scholer (Elm-Sprengen)

Saarlandstr. , 66482 Zweibrücken -49 6332 91014-88 info@sgzw.de