Löwinnen müssen sich auch gegen Kirkel geschlagen geben

Es sollte einfach nicht sein. Auch gegen den TV Kirkel laufen die Handballerinnen der SG Zweibrücken weiterhin ihrer guten Form hinterher und müssen sich mit einer schwachen Leistung deutlich geschlagen geben. Dabei mussten die Zweibrückerinnen schon im Vorfeld der Begegnung eine schlechte Nachricht einstecken. Neben Toptorschützin Vera Jänicke, die studienbedingt nicht mit von der Partie sein konnte, mussten die Rosenstädterinnen auch noch krankheitsbedingt auf die Rückraumlinksspielerin Jasmin Ruffing verzichten. Auch ohne Ella Hartfelder, die ihren Lebensmittelpunkt mittlerweile in Mainz hat und nur noch punktuell aushilft, waren die Wechselmöglichkeiten auf dem Rückraum der Zweibrückerinnen daher sehr begrenzt. 

Doch zu Beginn war es wieder ein ganz anderes Problem, dass die SG-Handballerinnen an den Rand der Verzweiflung brachte. Den ähnlich wie im Spiel gegen Saarlouis schafften es die Gäste partout nicht den Ball im Gegnerischen Tor unterzubringen. Erst in der zehnten Minute brach Charlotte Krauss den Bann und erzielte das erste Tor zum 4:1. Doch die Löwinnen taten sich weiter schwer. In den zuvor stabilen Abwehrverband schlichen sich jetzt immer wieder kleine Fehler ein, die die Hausherrinnen zu ihren Gunsten nutzten. Im Gegenzug scheiterten die Zweibrückerinnen im eigenen Angriff immer wieder am Torabschluss. In den ersten zwanzig Minuten der Partie standen somit lediglich vier Tore auf der Anzeigetafel der Gäste (11:4; 22. Spielminute). Mit einer Umstellung im Rückraum fanden die Rosenstädterinnen jetzt etwas bessere Wege zum Tor. Allein in den letzten acht Minuten der ersten Hälfte erzielten sie genauso viele Tore wie in der gesamten Spielzeit zuvor und konnten damit bis zur Pause auf acht Tore erhöhen. Doch auch die Kirklerinnen hatten Lösungen gegen die SG-Defensive parat. Vor allem das Kreisläuferspiel bereitete den SG-Handballerinnen große Probleme, wodurch die Hausherrinnen ein ums andere Mal zum leichten Torerfolg kamen. Bis zum Seitenwechsel erspielten sich die Aufsteigerinnen schon einen entscheidenden 16:8 Vorsprung. 

Auch in Halbzeit zwei schafften es die SG-Frauen nicht den Vorsprung der Gastgeberinnen zu mindern. Nach 36. Minuten traf Emelie Hirschhauer zur ersten zehn Tore Führung der Kirklerinnen und fällte damit quasi schon wie die Vorentscheidung über den Sieg. In der restlichen zweiten Hälfte spielten sie ihr Spiel sicher runter und brachten ihre Führung souverän über die Zeit. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen verdient aber für den Zweibrücker Geschmack vielleicht etwas zu hoch mit 34:21. 

„Das war heute einfach zu wenig. Wir hatten durch die Ausfälle eine schwierige Situation – keine Frage, aber das müssen und können wir auch besser lösen. Für uns gilt es jetzt das Spiel so schnell wie möglich abzuhaken und uns auf die kommenden Wochen zu konzentrieren“, resümiert SG-Trainer Rüdiger Lydorf knapp. 

In den nächsten Wochen stehen für die SG-Frauen sehr wichtige Partien an. Mit der HSG Birkenfeld und der HSG Ottweiler empfangen die Zweibrückerinnen nämlich ihre beiden direkten Konkurrenten in der heimischen Ignaz-Roth-Halle und werden sich dort mit Sicherheit einen heißen Kampf um wichtige Punkte liefern.

Es spielten

Leonie Hoffmann und Clara Drumm im Tor

Lea Bullacher 3, Katrin Hoffmann 2, Emma Klein, Teresa Wenzel 4/2, Anna Sommer, Lejla Carkadzija 4/1, Celina Jag 3, Charlotte Krauß 3, Milla Hoffmann 2

Siebenmeter: 1/2, 3/5;  Zeitstrafen: 0/1

Schiedsrichter: Dryander

 

Saarlandstr. , 66482 Zweibrücken -49 6332 91014-88 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.