Es war keine einfache Aufgabe, aber die Handballer der SG Zweibrücken behielten auch in Offenbach die Oberhand. Sie schlugen den TVO am gestrigen Abend verdient mit 26:34 (12:15) und bleiben damit einziger Verfolger des HV Vallendar. Rückraumspieler Stephan Jahn bestätigte seine starke Form und erzielte herausragende 13 Treffer.
„Es war ein hitziges Spiel. Offenbach versuchte, über Emotionalität und Härte – was für eine Mannschaft, die unten in der Tabelle steht, vollkommen in Ordnung ist – ins Spiel zu kommen. Wir haben es aber sehr ordentlich gemacht. Es war eine durch die Bank weg sehr solide Mannschaftsleistung“, freute sich SG-Trainer und EHF-Master-Coach Martin Schwarzwald nach der Partie. Auf dem Papier war es eine klare Angelegenheit und auch das Ergebnis lässt nicht wirklich vermuten, dass der Tabellenzweite der Regionalliga Südwest vor größeren Herausforderungen stand. Und doch war es ein hartes Stück Arbeit, denn unter der Woche gab es auch die Gewissheit, dass mit Felix Weinert der nächste Spieler länger ausfallen wird. Weinert hatte zuletzt sowohl im Angriff als auch in der Abwehr überzeugt.
Die Rosenstädter erwischten den besseren Start und führten nach nicht einmal sechs Minuten bereits mit 1:4. Doch die Hausherren, die sich in argen Abstiegsnöten befinden, ließen sich davon keineswegs beeindrucken. Angeführt vom starken Andreas Benz konnten sie nach einem zwischenzeitlichen 4:0-Lauf selbst mit 6:5 (11.) in Führung gehen. Nach dem 7:7 (16. Minute) zogen aber die Gäste aus Zweibrücken binnen etwas mehr als fünf Minuten auf 7:11 davon. In dieser Phase hatten sie mit Norman Dentzer einen überragenden Torhüter. Zur Halbzeit führten die SG-Handballer verdient mit 12:15.
Zu Beginn der zweiten Hälfte bauten sie ihren Vorsprung langsam weiter aus. Nach dem Stand von 15:20 (37. Minute) überstanden sie sogar eine doppelte Unterzahl weitestgehend unbeschadet und erhöhten zunächst auf 15:21 (41. Minute). Zwar verkürzten die Hausherren dann nochmals auf vier Treffer (17:21, 42.), doch die Löwen aus Zweibrücken ließen kaum etwas anbrennen. Zehn Minuten vor dem Ende hatten sie ihren Vorsprung auf 21:29 ausgebaut. Dann kam nochmals kurz Hektik auf, denn der TV Offenbach gab sich nicht geschlagen. Der starke Andreas Benz im Offenbacher Rückraum verkürzte mit drei Treffern binnen etwas mehr als einer Minute auf 24:29 (52. Minute). Als dann auch noch der gute Nils Wöschler mit Rot vom Feld musste und Luca Metz für die Hausherren auf 25:29 (54.) verkürzte, keimte bei den Gastgebern erneut Hoffnung auf. Doch die Gäste ließen sich nicht verunsichern und zogen im Stile einer Spitzenmannschaft das Tempo nochmals an. Vor allem ein Youngster machte auf sich aufmerksam. „Nach der roten Karte gegen Nils hat Louis Ringle einige clevere Aktionen gehabt und sehr abgezockt gespielt“, lobte Schwarzwald das Talent aus der A-Jugend. Auch der Wechsel im Tor zwölf Minuten vor dem Ende sollte sich lohnen, denn der eingewechselte Damian Zajac hat laut Schwarzwald ebenfalls „gezündet“. „Wir können uns glücklich schätzen, zwei so gute Torhüter zu haben.“ So entschieden die Handballer der SG Zweibrücken die Partie am Ende klar mit 26:34 für sich und hatten mit Stephan Jahn einmal mehr einen überragenden Rückraumspieler, der mit 13 Toren glänzen konnte.
Nach einwöchiger Pause empfangen die Löwen am 21. Februar die HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Neben dem HV Vallendar ist der starke Aufsteiger bislang das einzige Team, das der SG Zweibrücken einen Punkt abluchsen konnte.
Für die SG Zweibrücken spielten:
Norman Dentzer (1 Tor), Damian Zajac im Tor,
Stephan Jahn 13, Nils Wöschler 9, Samuel Reitz 4, Philipp Hammann 1, Nico Graeber 1, Lukas Kondziela 1, Matteo Weber 1, Louis Ringle 1, Evan Gordon 1, Martin Leufke 1, Julian Weber, Leo Roller,