Am kommenden Samstag empfangen die Handballer der SG Zweibrücken die Sportfreunde Budenheim. Im Spiel Sechster gegen Siebter treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt überzeugen konnten. Die Fans dürfen sich auf ein spannendes Spiel zweier Mannschaften freuen, die für attraktiven und leidenschaftlichen Handball stehen. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr in der Westpfalzhalle.
Nach der kurzen Pause am vergangenen Wochenende greifen die Zweibrücker Löwen wieder ins Geschehen ein. Für die Rosenstädter läuft es in der Rückrunde bisher richtig gut. Sechs Siege in Folge konnten sie zuletzt feiern und haben sich damit aus dem Tabellenkeller bis auf den sechsten Platz der Regionalliga Südwest vorgearbeitet. „Unsere derzeit gute Form rührt definitiv aus der Defensive. Dadurch können wir auch schwächere Phasen innerhalb eines Spiels im Angriff besser überbrücken. Aus einer starken Abwehr heraus spielt sich der Angriff leichter“, erklärt Rückraumspieler Stephan Jahn den Aufschwung. Die Löwen stellen derzeit die beste Abwehr der Liga und haben in 20 Spielen erst 505 Gegentore kassiert. Der Prozess, der zuletzt in eine beeindruckende Siegesserie mündete, begann aber schon vorher. "Ich glaube, dass wir schon vor den ersten Siegen eine deutliche Leistungssteigerung hatten“, sagt Jahn, der selbst einen nicht unerheblichen Anteil daran hat. Im Angriff und vor allem in der Abwehr übernimmt er zentrale Rollen und überzeugt Woche für Woche als Kämpfer und Antreiber. „Ich fühle mich in Zweibrücken sehr wohl. Auch die Stimmung in der Mannschaft könnte momentan nicht besser sein. Die ersten Monate als Löwe waren allerdings eine Achterbahnfahrt. Aus meinen ersten fünf Spielen haben wir nur einen Punkt geholt. Das hatte ich mir auch anders vorgestellt“, gibt der sympathische Medizinstudent offen zu. Doch die Mannschaft schaffte die Wende. Seit dem Trainerwechsel steigerte sich das Team von Woche zu Woche, spielte sich immer besser ein und fand nach und nach zu alter Stärke zurück. Doch auch der kommende Gegner hat zuletzt Selbstvertrauen getankt.
Die Sportfreunde Budenheim wurden vor der Saison etwas weiter oben erwartet. Doch schon früh in der Runde musste man einige Ausfälle verkraften, die schwer wogen. Zuletzt kehrten jedoch einige Spieler zurück, was sich auch direkt in den Leistungen und Ergebnissen der Sportfreunde niederschlug. Im letzten Heimspiel überrollten sie die SG Saulheim mit 38:24. Bester Werfer war Patrick Hess, der viele Spiele verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. Wirft man einen Blick auf die Torschützenliste, so findet man ihn auf einem guten 19. Platz, betrachtet man jedoch die Statistik der Tore pro Spiel, so ist der wurfgewaltige Linkshänder mit etwas mehr als acht Treffern pro Spiel einsamer Spitzenreiter der Regionalliga. Doch mit Sören Dübal, Arne Teschner oder Stefan Corazolla verfügt die Mannschaft des neuen Trainers Philipp Becker über weitere Spieler, die dem Spiel jederzeit ihren Stempel aufdrücken können. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 22:22.
„Budenheim hat einen guten Lauf und zum Teil sehr starke Siege eingefahren. Wir können uns auf ein wirklich gutes Spiel freuen“, sagt Stephan Jahn und betont, dass noch Punkte nötig sind, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. "Es ist noch nichts entschieden und wir müssen weiter Gas geben.“
Zweite Mannschaft zu Gast bei der HSG Fraulautern-Überherrn
Auch wenn die Situation als Tabellenvorletzter nicht berauschend ist, lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter und hat am vergangenen Wochenende wieder etwas Luft unter die Flügel bekommen. Mit einem Heimsieg über die Black Bulls Alsweiler konnte die zweite Welle der Zweibrücker Löwen den Rückstand auf das rettende Ufer auf einen Punkt verkürzen. Jetzt helfen nur noch weitere Siege und Punkte, am besten schon am kommenden Samstag.
Auswärts bei der HSG Fraulautern-Überherrn müssen die Rosenstädter an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus gehen, wenn sie eine Chance haben wollen. Anpfiff ist um 17 Uhr.