„Wir haben jetzt einen guten Lauf und einfach Lust, die Spiele zu gewinnen“

Auf fünf Siege in Folge ist die Serie der Zweibrücker Handballer angewachsen. Entsprechend selbstbewusst gehen sie in die Partie am kommenden Sonntag. Um 18 Uhr werden sie vom TV Offenbach empfangen und haben die Niederlage aus dem Hinspiel nicht vergessen. Auch wenn sich der TV Offenbach derzeit verletzungsgeplagt von Spiel zu Spiel schleppt, darf die Truppe von Tobias Job keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden.

Es ist die bisher stärkste Phase der SG Zweibrücken in dieser Regionalliga-Saison. War man zwischenzeitlich bis in den Tabellenkeller abgerutscht, hat man sich in den vergangenen Wochen wieder nach oben gekämpft und steht derzeit mit 19:19 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz. Die Gründe dafür sind vielfältig. „Es gibt mehrere Gründe im taktischen Bereich, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wir sind in der Abwehr teilweise etwas defensiver und vorne versuchen wir etwas breiter anzugreifen. Da hat Marek ein paar neue Impulse gebracht, die funktionieren. Aber wir sind mittlerweile auch deutlich besser eingespielt, finde ich“, erklärt Führungsspieler und Top-Torschütze Nils Wöschler. Es hat etwas gedauert, aber auch die im Laufe der Saison neu hinzugekommenen Spieler sind mittlerweile besser integriert und bringen ihre Leistung. So zum Beispiel das Duo Fabian Abel und Stephan Jahn. Nach dem Ausfall von Tom Grieser und der kurzfristigen Absage von Tim Eisel beorderte Trainer Marek Galla die beiden gegen die HF Illtal ins Zentrum der 6:0-Abwehr. Beide zeigten vor allem in der zweiten Halbzeit eine überragende Leistung und hatten großen Anteil daran, dass man in den zweiten 30 Minuten nur fünf Gegentreffer hinnehmen musste. Aber auch ein wenig Druck hat den Rosenstädtern nicht geschadet. „Die Tabellensituation hat auch eine Rolle gespielt. Dort hinten zu stehen und gewinnen zu müssen, hat Motivation freigesetzt. Zumindest bei mir war das so“, sagt Wöschler, der bisher eine ganz starke Rückrunde spielt. In den letzten fünf Spielen erzielte er nicht weniger als 44 Tore und stellte damit seinen enormen Wert als Führungsspieler eindrucksvoll unter Beweis. Zum Ende der Hinrunde konnte Wöschler, auch wegen einer Fußverletzung, nicht mehr ganz an seine Bestform anknüpfen. Doch das hat sich geändert. „Meine eigene Leistung hängt auf jeden Fall auch mit der Mannschaftsleistung zusammen. Dadurch, dass wir als Mannschaft jetzt besser eingespielt sind und die taktischen Umstellungen Früchte tragen, sind jetzt einige Spiele gut gelaufen. Das merke ich auch an mir selbst, dass man jetzt befreiter und selbstbewusster in die Spiele geht. Es ist aber auch so, dass ich im Moment körperlich eine sehr gute Phase habe. Mit der Entzündung an der Ferse konnte ich einfach nicht so in die Zweikämpfe gehen, wie ich mir das gewünscht hätte“, so Wöschler.

Der TV Offenbach sucht derzeit etwas nach seiner Form. Einige Ausfälle von wichtigen Stammspielern haben die Arbeit von Tobias Job deutlich erschwert. Mit 16:22 Punkten belegt man derzeit den zehnten Tabellenplatz.  Doch auch wenn es die Tabelle derzeit nicht vermuten lässt, ist der TV Offenbach sicherlich besser, als er derzeit dasteht. Sie haben 12 ihrer 16 Punkte zu Hause geholt und gelten seit Jahren als sehr heimstark. Auswärts konnten sie nur bei der SG Saulheim und eben bei der SG Zweibrücken gewinnen. Beim 24:19 (13:11) im vergangenen Oktober hatten die Offenbacher Handballer am Ende den längeren Atem und entführten verdient beide Punkte aus Zweibrücken. Besonders auffällig war damals Rückraumspieler Andreas Benz, nicht nur wegen seiner sechs Treffer. Aber auch der reaktivierte Linkshänder Maximilian Daum machte zuletzt mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. Im Tor steht mit Florian Pfaffmann einer der besten Torhüter der Liga.

Doch die Zweibrücker gehen selbstbewusst in die Partie. „Mit jedem Erfolg ist das Selbstvertrauen gewachsen. Spätestens seit dem Sieg gegen Vallendar wissen wir auch, dass wir gegen jeden gewinnen können. Wir haben jetzt einen guten Lauf und einfach Lust, die Spiele zu gewinnen“, sagt Rückraumspieler Nils Wöschler. Diese Lust müssen die Zweibrücker Löwen auch am Sonntag zeigen, denn trotz des guten Laufs und fünf Siegen in Folge hängen die Trauben in Offenbach hoch. Auf keinen Fall dürfen sie den Fehler machen, weniger als die von Marek Galla geforderten 120 Prozent Leistung abzurufen. Sonst könnte der Lauf schneller zu Ende sein als gewünscht.

Oberliga-Mannschaft zu Gast bei HC St. Ingbert-Hassel

Für das Team von Max Sema wird die Luft immer dünner. Auch am vergangenen Wochenende konnte kein Punktgewinn gefeiert werden. Von Beginn an hatte der TuS Brotdorf die Partie im Griff. Am Ende setzte sich der Favorit verdient mit 20:31 in der Westpfalzhalle durch.

Noch schwieriger dürfte die Aufgabe am kommenden Sonntag werden. Dann wird die zweite Welle der SG Zweibrücken vom HC St. Ingbert-Hassel empfangen, der derzeit auf Platz zwei der Oberliga-Tabelle steht. Um den Favoriten ärgern zu können, werden die Rosenstädter an ihre Leistungsgrenze gehen müssen. Anpfiff ist um 18 Uhr.

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