Talent verlängert langfristig – Kroner bleibt

Nach sechs Siegen in Folge haben sich die Zweibrücker Handballer auf den fünften Rang der Oberliga-RPS vorgearbeitet. Um sich auch in der kommenden Saison in einer voraussichtlich stärker werdenden Oberliga-RPS erneut unter den Top-Teams zu platzieren, arbeiten die Verantwortlichen der SG Zweibrücken intensiv am Kader für die kommenden Jahre. Ihnen ist es jetzt gelungen, mit Eigengewächs Maximilian Kroner den Vertrag um drei Jahre zu verlängern.

"Es ist großartig, dass wir unseren umworbenen Jugendspieler halten konnten. Es freut uns sehr, dass unser Eigengewächs uns erhalten bleibt", sagte Steffen Gillner. Der 18-jährige Schüler, der derzeit intensiv an seinem Abitur arbeitet, hat alle Jugendmannschaften des SV 64 Zweibrücken, jetzt der SG Zweibrücken, durchlaufen. Er bleibt seinem Verein auch in Zukunft treu. "Ich wollte hier bleiben, weil ich von hier komme. Ich habe hier meine gesamte Jugendzeit gespielt und werde nächstes Jahr mein erstes Jahr bei den Aktiven haben. Ich denke, ich kann und will hier auch eine andere Rolle in der Mannschaft übernehmen", erklärte Kroner. Was nach seinem Abitur für ihn kommt, hat er noch nicht entschieden. "Ich möchte auf jeden Fall studieren. Was genau, weiß ich im Moment jedoch noch nicht."

Man hat früh in Zweibrücken sein Potenzial erkannt. Während er in der Jugend durchweg im Rückraum auf der Mitte-Position spielte, hat er bei den Aktiven Fuß auf der Linksaußen-Position gefasst. Seinem großen Talent und seiner Variabilität ist es zu verdanken, dass er sich bereits in seinem zweiten Jahr zur Nummer eins auf dieser Position entwickelt hat. So abgeklärt und souverän, wie er sich präsentiert, vergisst man schnell, dass er immer noch Jugendspieler ist. Er spielt auch mit der A-Jugend in der Oberliga-RPS, wobei er sowohl in dieser Mannschaft als auch in der Saarlandliga bei der zweiten Herrenmannschaft im Rückraum spielt. Dies soll sich nach und nach auch in der Oberliga für ihn fortsetzen. Sein Coach, Klaus Peter Weinert, hält große Stücke auf ihn und plant nicht nur auf der Außenposition mit ihm. Nächste Saison soll er immer mehr in den Rückraum integriert werden und gemeinsam mit Nils Wöschler den Abgang von Adam Soos auffangen. "Max ist seit zwei Jahren fester Bestandteil unserer Mannschaft. Ihm fehlt noch etwas die Konstanz, aber man muss auch berücksichtigen, dass er eigentlich noch ein Jugendspieler ist. Gerade in der Defensive hat er noch Probleme, aber diese werden sich von selbst lösen, sobald er körperlich etwas zulegt. Ich sehe in ihm noch enormes Entwicklungspotenzial und bin deshalb froh, dass er uns trotz vieler anderer Angebote weiterhin erhalten bleibt. Unser Ziel ist es, in Zukunft eine Mannschaft überwiegend aus Spielern unserer eigenen Jugend aufzubauen, und da ist Max ein wichtiger Bestandteil", sagte SG-Coach Klaus Peter Weinert. Mit viel Ruhe möchte man ihn behutsam aufbauen und unterstützen, sein Potenzial im Rückraum auch in der Oberliga-RPS der Herren zu entfalten.

(Max Kroner nach einem Torerfolg)

Bereits als B-Jugendlicher bekam Kroner die Chance, sich im Training der ersten Herrenmannschaft zu beweisen. Er wird als fleißig und wissbegierig beschrieben. Dass er jetzt so gut ist, hat er sich hart erarbeitet. Er weiß selbst, dass noch eine Menge Arbeit vor ihm liegt. "Meine größte Schwäche liegt definitiv in der Abwehr. Gerade körperlich sollte ich in nächster Zeit noch zulegen, damit ich im Rückraum sowie in der Abwehr besser dagegenhalten kann. Ich denke jedoch, dass ich auf einem guten Weg bin", sagte der 1,80 m große Kroner. Dass er zukünftig mehr im Rückraum spielen soll, freut ihn: "Derzeit spiele ich in der ersten Mannschaft größtenteils außen, aber nächste Saison soll ich auch im Rückraum spielen. Das freut mich sehr, weil beide Positionen sehr unterschiedlich sind und ihren Reiz haben. Dadurch fällt es mir jedoch auch schwer zu sagen, auf welcher Position ich lieber spiele. Ich muss erst mal sehen, wie es für mich bei den Herren im Rückraum überhaupt wird. Prinzipiell habe ich früher immer gesagt, dass mir der Rückraum mehr Spaß macht, weil man das Spiel ein bisschen mehr kontrollieren kann."

Als Zweibrücker Handballfan darf man gespannt sein auf die weitere Entwicklung des 18-Jährigen.

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