Spitzenspiel in Saulheim - Frauen mit erstem Matchball

Für die Handballer der SG Zweibrücken geht es am Samstag zur SG Saulheim. Mit 35:15 Punkten sind die beiden Teams auf dem vierten und fünften Rang der Oberliga-RPS zu finden. Um noch vielleicht den einen oder anderen Platz gut machen zu können, ist fünf Spieltage vor Saisonende ein Sieg gegen die Rheinhessen schon was Pflicht. Dass man das Hinspiel deutlich in eigener Halle verlor, dürfte die Motivation auf Zweibrücker Seite sicherlich weiter steigern. Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr.

An das Hinspiel erinnert man sich in Zweibrücken nur ungerne. Das 20:28 gegen die SG Saulheim war die bislang zweithöchste Saisonniederlage der SG-Handballer und eine der ganz wenigen Partien, wo man in Summe chancenlos war. Dabei war man zu Spielbeginn noch auf Augenhöhe, hatte sogar leichte Vorteile. Es war aber einer der Tage, an dem die Zweibrücker nicht ihre beste Leistung abrufen konnten und zudem auch nicht vom Glück geküsst waren. Gerade in der Anfangsphase hatte die SG Saulheim oftmals das Quäntchen Glück auf ihrer Seite bzw. die Rosenstädter eben das Pech. Nach weitestgehend ausgeglichener erster Hälfte setzte sich Saulheim aber früh in der zweiten Hälfte ab und ließ die Zweibrücker in eigener Halle nicht mehr zurückkommen. Das lag vor allem an einer starken Leistung von Ex-Nationaltorhüter Martin Ziemer, der mit vielen Paraden großen Anteil am Erfolg hatte.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Löwen aus Zweibrücken aber bei weitem noch nicht so stabil in ihren Leistungen, wie bislang in der Rückrunde. Eine deutliche Entwicklung ist zu erkennen, auch wenn sie weiterhin auf einige Stammkräfte verzichten müssen. Sie haben in der Rückrunde zwar nicht immer brilliert, aber haben es verstanden immer dann eine Schippe drauf zu legen, wenn sie es gebraucht haben. Lediglich eine Niederlage haben sie bislang seit dem Jahreswechsel hinnehmen müssen. Die letzten vier Partien konnten die Männer von Klaus Peter Weinert allesamt gewinnen.

(Schloss sich während der Runde der SG an - Neuzugang Martin Leufke)

Die punktgleichen Saulheimer hingegen haben vergangenes Wochenende bei den Sportfreunden Budenheim mit 32:27 verloren. Beide SG-Teams ähneln sich in vielerlei Hinsicht. Nicht nur bei den Punkten sind sie gleichauf, auch bei den erzielten Treffern, als auch bei den Gegentoren, bewegen sich beide Teams auf Augenhöhe. Beide Trainer können sich auf herausragende Torhüter-Duos verlassen und haben viele starke Einzelspieler in ihren Reihen. Lediglich in Sachen Kaderbreite dürften derzeit die Vorteile auf Saulheimer Seite sein. Bester Werfer im Team von Leo Vuletic ist Rückraumspieler Darren Weber mit 132 erzielten Treffern. Mit 117 Treffern auf dem vereinsinternen Rang zwei steht Marco Magro-Arzt, der sich vor der Saison von der HSG Nahe-Glan wechselnd den Rheinhessen anschloss. Er war auch einer der entscheidenden Faktoren im Hinspiel, denn der großgewachsene Rückraum-Hüne konnte im Angriff wie in der Abwehr glänzen.

Eine spannende Partie ist zu erwarten, in der Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden könnten. Wichtig wird es sein die stabile Deckung der SG Saulheim in Bewegung zu bekommen und dieses Mal eine bessere Chancenverwertung an den Tag zu legen. Sollte den Zweibrückern das gelingen, könnte es am Samstag auch mit der Revanche klappen.

SG-Frauen haben ersten Matchball zur Meisterschaft

Am Samstag können die Handballerinnen der SG SV 64/ VT Zweibrücken den entscheidenden Schritt im Titelrennen gehen. Bei der HG Saarlouis können sie nämlich mit einem Sieg die Meisterschaft in der Saarlandliga klar machen. Da sie aktuell mit 35:3 Punkten, vier Punkte Vorsprung auf ihre Verfolger Marpingen und Oberthal, sowie den direkten Vergleich gegen beide Teams gewonnen haben, benötigen sie für den Meistertitel nur noch einen Sieg aus den verbleibenden drei Spielen der Saison 2023/24.

Saarlouis steht aktuell mit 22:16 Punkten auf Tabellenplatz fünf und gilt somit als einer der direkten Verfolger der Spitzengruppe. Dass sie auch gegen Spitzenteams gute Leistungen abrufen können, zeigten die in dieser Saison unter anderem gegen Merzig. Sie nahmen den Merzigerinnen, die lange Zeit an der Tabellenspitze standen, drei Punkte ab und beförderten sie somit aus dem Rennen um die vorderen Plätze.

Saarlouis gilt als ein sehr heimstarkes Team. In ihren heimischen Hallen mussten sie sich bisher lediglich gegen die Zweit- und Drittplatzierten Marpingen und Oberthal geschlagen geben. Vor allem das Haftmittelverbot in der Saarlouiser Halle bereitet einigen Teams Schwierigkeiten im Angriff und wird auch für die Zweibrückerinnen eine Umstellung darstellen.

Doch auch abgesehen von der Harzproblematik ist Saarlouis ein starkes Team. Schon im Hinspiel machten es die Saarlouiserinnen der SG nicht leicht und verloren am Ende nur knapp mit 22:24. Mit ihrem druckvollen Offensivspiel machen sie sich von jeder Position torgefährlich. Daher gilt es für die Zweibrückerinnen eine bewegliche Deckung zu stellen und im Verbund zu arbeiten.

“Wir wollen am Samstag versuchen Ballgewinne aus der Abwehr heraus zu erzielen um gut in unser Tempospiel zu kommen und einfache Tore zu erzielen”, will Zweibrückens Trainer Rüdiger Lydorf die Harzproblematik so umgehen.

Während der Trainingswoche haben die Rosenstädterinnen sich ausgiebig auf die HG Saarlouis vorbereitet und wollen am Samstag nicht nur die weiße Weste für das Jahr 2024 behalten, sondern auch den ersten von drei Matchpoints zum Meistertitel verwandeln.

Dafür müssen die Löwinnen allerdings nochmal auf Hanna Müller verzichten, die beruflich verhindert ist.

“Wir wissen, dass Saarlouis eine starke Mannschaft ist und am Wochenende eine schwere Aufgabe auf uns zukommt. Dennoch nehmen wir unsere Favoritenrolle als Tabellenführer an und wollen alles für diese wichtigen zwei Punkte geben”, will Lydorf den anstehenden Gegner nicht unterschätzen. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr in der Steinrauschhalle Saarlouis. 

Saarlandstr. , 66482 Zweibrücken -49 6332 91014-88 info@sgzw.de