Nächster Erfolg: Löwen schlagen Panther

Auch gegen die HSG Dudenhofen/Schifferstadt lässt die SG Zweibrücken nichts anbrennen und gewinnt verdient und klar mit 34:28 (16:14). Nachdem es zu Beginn noch etwas holprig lief, fand der Tabellenzweite früh in der ersten Hälfte seine Spur und hatte von da an die Partie gegen einen guten Gegner unter Kontrolle. Bester Werfer mit elf Treffern, davon sieben per Siebenmeter, war erneut Rückraumspieler Nils Wöschler.

„Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Diese Mannschaft überrascht mich immer wieder“, freute sich SG-Trainer Martin Schwarzwald nach der Partie. Besonders imponiert hat ihm, dass sich seine Löwen von einem frühen Rückschlag nicht haben irritieren lassen und wieder einmal alles gegeben haben. Bereits nach wenigen Minuten musste einer seiner Topspieler, Rückraumspieler Stephan Jahn, in ärztliche Behandlung, da er sich bei einem Zweikampf eine Platzwunde über dem rechten Auge zugezogen hatte. An seine Stelle trat das A-Jugend-Talent Louis Ringle, der über die komplette Spielzeit wie ein alter Hase spielte. Unaufgeregt und fehlerfrei verteilte er die Bälle und schuf Räume für seine Mitspieler. Aber auch die beiden anderen A-Jugendlichen, Matteo Weber und Julian Weber, verdienten sich ein Sonderlob vom EHF-Master-Coach. Als die Gäste in der Schlussphase der Partie immer offensiver deckten, übernahmen die drei Verantwortung und dankten ihrem zufriedenen Trainer mit einer guten Leistung für das Vertrauen.

Die Zweibrücker Löwen gingen mit einer großen Portion Respekt in die Partie und waren sich der Stärken des starken Aufsteigers aus Dudenhofen/Schifferstadt bewusst. Der Start misslang jedoch zunächst: Martin Leufke, der eine gute Partie machte, handelte sich eine frühe Zeitstrafe ein. Als wenig später Stephan Jahn vom Feld musste, stand es nicht gut um den Tabellenzweiten der Regionalliga Südwest. Nach etwas mehr als sechs Minuten führten die Gäste mit 1:3, doch dann kamen die Hausherren zurück. Ein Grund dafür war, dass die Abwehr jetzt immer besser wurde und Damian Zajac im SG-Tor einige gute Chancen zunichte machen konnte. Nach dem zwischenzeitlichen 4:4 (12. Minute) brauchten die Löwen aus Zweibrücken nur etwas mehr als zwei Minuten, um sich auf 7:4 abzusetzen. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit konnte sie jetzt nicht bremsen, sodass sie sich bis zur 19. Minute auf 10:5 absetzen konnten. Die Gäste suchten ihr Glück mit zwei Kreisläufern und konnten so die sehr bewegliche und offensive Deckung der Hausherren weiter zurückdrängen. So ergaben sich Räume für den besten HSG-Spieler der vergangenen Wochen, Christopher Huber, der nun wiederholt erfolgreich aus dem Rückraum traf. Doch auch die Zweibrücker blieben im Angriff hochkonzentriert und machten nur wenige Fehler. Abgezockt und ruhig agierten sie im Stile einer Spitzenmannschaft. Dennoch konnten die starken Gäste bis zur Halbzeit auf 16:14 verkürzen.

Zur zweiten Halbzeit veränderte Schwarzwald seine Deckung und beorderte seinen Rechtsaußen, Mannschaftskapitän Philipp Hammann, nach vorne, um Huber aus dem Spiel zu nehmen. Es dauerte zwar ein paar Minuten, doch dieser Schachzug sollte sich auszahlen, denn obwohl die Gäste jetzt im Fünf-gegen-Fünf mehr Platz hatten, konnten sie diesen nicht immer nutzen. Das lag auch daran, dass der zum Ende der ersten Halbzeit eingewechselte Norman Dentzer jetzt eine Parade nach der anderen zeigte und die Gäste damit in den Wahnsinn trieb. „Wir wollten sie mehr über die Außen zwingen, was auch gut geklappt hat. Norman hat dann super seine Stärken ausgespielt”, so Schwarzwald. Dentzer, der unter der Woche seinen 40. Geburtstag gefeiert hatte, war mit zehn starken Paraden in der zweiten Halbzeit ein wichtiger Faktor für den späteren Erfolg. Die Zweibrücker spielten vorne sehr variabel und zeigten sich sehr spielfreudig. Nils Wöschler riss mit hohem Tempo immer wieder Lücken und führte sehr klug Regie. Treffsicher und sehr effektiv präsentierte sich aber auch Linksaußen Nico Graeber, der von seinen Mitspielern häufig gesucht wurde und es ihnen mit starken Treffern von außen dankte. Am Ende des Abends war er mit neun Treffern bester Feldtorschütze des Tabellenzweiten. In der 44. Minute führten die Hausherren hochverdient mit 25:19, und Gästetrainer David Oetzel gelang es trotz vieler Umstellungen nicht, den Zweibrücker Express zu stoppen, der in der zweiten Halbzeit wieder auf Stephan Jahn zurückgreifen konnte. Die Zweibrücker bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und führten in der 55. Minute bereits mit 32:24. In der verbleibenden Zeit konnten die Gäste zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, die Hausherren aber nicht mehr in Bedrängnis bringen. Diese konnten deswegen einen verdienten 34:28-Heimerfolg feiern.

Das war jetzt erst einmal das letzte Heimspiel bis zum 21.03. Den nächsten drei Herausforderungen müssen die Löwen auswärts entgegentreten.

Für die SG Zweibrücken spielten:

Damian Zajac (1-25, 5 Paraden), Norman Dentzer (26-60, 10 Paraden) im Tor

Nils Wöschler 11/7, Nico Graeber 9, Stephan Jahn 3, Matteo Weber 3, Nico Becker 3, Philipp Hammann 2, Julian Weber 2, Samuel Reitz 1, Louis Ringle, Niklas Bayer, Martin Leufke

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