Die Handballer der SG Zweibrücken konnten einmal mehr überzeugen und schlugen die Südpfalz Tiger zuhause verdient und klar mit 32:25 (15:11). Gegen die bissigen Gäste zeigten sich die Löwen aus Zweibrücken in der Abwehr sehr engagiert und im Angriff spielfreudig. Bester Werfer war Kreisläufer Samuel Reitz mit acht Treffern.
„Ich denke, das war ein souveräner Heimsieg. Wir hatten heute eine super Deckung mit einem ganz starken Damian Zajac dahinter“, freute sich SG-Trainer Martin Schwarzwald nach der Partie. Der sympathische Pole entschärfte nicht weniger als 18 Wurfversuche der Gäste und blieb dabei gleich drei Mal Sieger bei Würfen vom Siebenmeterstrich. Aber auch seine Vorderleute konnten in der Defensive überzeugen. Im Angriff zog Nils Wöschler in gewohnter Manier die Fäden und diktierte das Tempo. Gerade das Zusammenspiel mit dem erneut gut aufgelegten Kreisläufer Samuel Reitz bekamen die Gäste kaum in den Griff – auch mit Härte nicht. Auch Rückkehrer Tom Ihl zeigte sich bei seinem ersten Auftritt vor eigenem Publikum von seiner besten Seite und spielte, als ob er nie weg gewesen wäre. Mit sieben Treffern trug er maßgeblich zum späteren Erfolg bei.
Die Hausherren fanden gut in die Partie, vergaben in den ersten Minuten jedoch gleich vier gute Chancen. Deshalb stand es nach sechs Minuten 0:2 für die Südpfalz Tiger. In der siebten Minute erzielte Mannschaftskapitän Philipp Hammann den ersten Treffer für die Löwen zum 1:2. Beide Seiten zeigten knüppelharte Abwehrarbeit. Während die Zweibrücker mit Zajac einen starken Rückhalt hatten, war es bei den Gästen Mika Schwenken, der in der ersten Halbzeit neun starke Paraden zeigte. In der Abwehr hatten die Löwen die Partie weitestgehend im Griff, hatten jedoch an einer Stelle so ihre Schwierigkeiten. „Bei den Übergängen hatten wir teilweise unsere Probleme, haben es aber mit zunehmender Dauer besser gelöst bekommen”, fand Schwarzwald. Die Gäste hatten zudem mit dem halbrechten Rückraumspieler Johannes Horn einen Spieler in ihren Reihen, der kaum alleine auszuschalten war. So blieb es bis zur Mitte der ersten Halbzeit eine weitgehend ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Mit der Einwechslung von Tom Ihl kippte die Partie jedoch auf die Seite der Zweibrücker. Nach dem zwischenzeitlichen 8:7 (20. Minute) zogen die Löwen binnen sechs Minuten auf 13:7 davon. Ihl brachte sich in dieser Phase gut ein und war gleich drei Mal erfolgreich. Zur Halbzeit führte die SG Zweibrücken mit 15:11.
In der zweiten Halbzeit bauten die Gastgeber ihre Führung bis zur 36. Minute auf 19:13 aus. Nach einer Auszeit der Tiger erhöhte der starke Wöschler vom Strich auf 20:13, wobei die Gastgeber die Partie stets unter Kontrolle behielten, auch wenn sie sich jetzt den einen oder anderen einfachen Fehler leisteten. Näher als fünf Treffer kamen die Südpfalz Tiger aber nicht mehr heran, denn Reitz, Ihl und Wöschler trafen weiter und Zajac hielt. Die Gäste versuchten immer wieder, mit wechselnden Deckungsformationen neue Impulse zu setzen. Dies beeindruckte die Hausherren in der gut besuchten und stimmungsvollen Westpfalzhalle jedoch nur wenig. Das 32:25 war ebenso verdient wie deutlich.
„Das ist ein ordentliches Ergebnis. Heute war es gut, aber wir können besser spielen“, analysierte Schwarzwald den Auftritt seiner Mannschaft. Vielleicht hatte er dabei auch schon die kommenden Gegner im Hinterkopf. Nächste Woche geht es zum Tabellendritten nach Budenheim, der spätestens seit der Rückrunde zu alter Stärke zurückgefunden hat und den Zweibrückern den zweiten Platz noch streitig machen will. Danach empfangen sie zum letzten Heimspiel der Saison den Ligaprimus HV Vallendar.
Für die SG Zweibrücken spielten:
Damian Zajac (1-54, 18 Paraden, darunter 3 Siebenmeter, ein Treffer), Norman Dentzer (55-60) im Tor
Samuel Reitz 8, Nils Wöschler 7/1, Tom Ihl 7, Philipp Hammann 2, Stephan Jahn 2, Louis Ringle 2, Nico Graeber 1, Matteo Weber 1, Martin Leufke 1, Lukas Kondziela, Ben Oliver Schwindt, Julian Weber