Herren zuhause gegen Bingen - Damen reisen nach Oberthal

Tabellendritte zu Gast in Zweibrücken

Eine mehr als spannende Aufgabe steht den Handballern der SG Zweibrücken am Samstag bevor. Sie empfangen mit der HSG Rhein-Nahe Bingen den derzeitigen Tabellendritten der Liga, der letztes Wochenende um ein Haar den Ligaprimus aus Mundenheim auswärts besiegt hätte. Das Hinspiel verloren die Rosenstädter in Bingen knapp und extrem bitter mit 29:28. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Westpfalzhalle.

Es waren noch knapp 30 Sekunden auf der Uhr verblieben, als Max Kroner zum Siebenmeterpunkt schritt. Beim Stand von 28:28 hatten die Zweibrücker jetzt alle Trümpfe in der Hand, um als Sieger vom Feld zu gehen. Doch Kroner scheitert und im Gegenzug fällt in allerletzter Sekunde der Siegtreffer für die Hausherren. Es war sicherlich ein glücklicher Erfolg für die HSG Rhein-Nahe Bingen, denn die Löwen aus Zweibrücken hatten über weite Strecke die Partie dominiert und zwischenzeitlich sogar schon mit sechs Toren geführt. Auch als Mitte der zweiten Hälfte die Gastgeber die Partie kurz drehen konnten, hatte die Mannschaft von SG-Coach Klaus Peter Weinert die passende Antwort parat. Knapp sieben Minuten vor dem Ende lagen sie noch mit drei Treffern in Front. Was die Niederlage ebenfalls so bitter machte, war die Tatsache, dass Kroner bis dahin alle sechs Versuche vom Siebenmeterpunkt sicher verwandeln konnte – nur den siebten leider nicht.         

Es war damals bereits die dritte Niederlage im erst fünften Spiel für die SG Zweibrücken. Zumindest tabellarisch hat sich aber zum damaligen Aufeinandertreffen aber einiges geändert. Seit sieben Spielen sind sie jetzt ungeschlagen. Nach sechs Siegen in Folge gab es letzte Woche ein Unentschieden in Dansenberg. Leicht hätten sie mit gänzlich leeren Händen dastehen können, doch der starke Tom Grieser sicherte mit seinem elften Treffer seinen Löwen zumindest einen Punkt. Mittlerweile haben sie sich auf den sechsten Rang der Oberliga-RPS-Tabelle hochgearbeitet, waren vor dem letzten Spieltag sogar schon auf Rang fünf. Trotz des Remis vom vergangenen Wochenende können sie aber mit breiter Brust in die Partie gehen, auch wenn die Personalsituation weiterhin nicht berauschend ist.

Doch auch die HSG Rhein-Nahe Bingen ist mit Blick auf ihren Verletztenliste diese Saison nicht vom Glück verfolgt. Immer wieder fallen auch ihnen wichtige Spieler aus, doch irgendwie gelingt es ihnen dennoch starke Leistungen auf die Platte zu bringen. Markus Herberg ist es in den vergangenen Jahren gelungen eine in sich geschlossene Mannschaft zu formen, sie sich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Der verdiente Lohn dieses Jahr war der zwischenzeitliche Sprung auf Platz eins in der Oberliga-RPS. Mit 28:10 Punkten sind sie derzeit auf Rang drei zu finden. Vergangenes Wochenende, auswärts beim Spitzenreiter VTV Mundenheim, zeigten sie eine ganz starke Leistung und hatten den Favoriten in der zweiten Hälfte lange Zeit im Griff. Am Ende verließen sie aber die Kräfte und die VTV Mundenheim konnte die Partie nochmals drehen.

Um am Samstag die Partie erfolgreich zu gestalten, müssen die Zweibrücker vor allem ihre Chancen nutzen. Gerade dann, wenn man mit den Kräften während einer Partie gut haushalten muss, ist es umso wichtiger die hart erarbeiteten Chancen auch eiskalt zu nutzen.

Herren 2 empfangen RW Schaumberg

Die zweite Herrenmannschaft der SG Zweibrücken ist ebenfalls am Samstag im Einsatz. Sie empfangen in der Westpfalzhalle um 20 Uhr RW Schaumberg. Das Hinspiel gewann der starke Aufsteiger klar mit 28:21 (12:8) und hatte in Christoph Holz den alles überragenden Torschützen. 13 Treffer schenkte er damals den Rosenstädtern ein und konnte diese Leistung in nahezu jeder Partie dieser Saison bislang abrufen. Mit starken 156 Toren ist er mit weitem Abstand alleiniger Spitzenreiter der Saarlandliga-Torschützenliste. Dem ehemaligen Oberliga-Spieler der HF Illtal gelangen gegen den Tabellendritten, den HC Sankt Ingbert, sogar 19 Tore. Etwas mehr als elf Tore pro Spiel zeigt seine persönliche Statistik. Ein ebenfalls erfahrener ehemaliger Oberliga-Akteur der HF Illtal ist Pascal Meisberger, der im Hinspiel acht Treffer beisteuern konnte. 19 der 28 Tore fielen auf das Konto dieses Duos.

Somit dürfte schnell klar sein, worauf es am Samstag ankommen wird. Die Kreise von Meisberger und Holz gilt es soweit einzuengen, dass sie sich nicht in gewohnter Manier entfalten können. Wenn ihnen das gelingt, ist ein erster Schritt gemacht. Zudem wird es aber auch darauf ankommen, dass sie ihre Effizienz im Angriff steigern können.

So oder so, langsam sollten Punkte her, denn die Luft wird dünner im Tabellenkeller.

SG-Handballerinnen reisen zum Spitzenspiel nach Oberthal

Nach einer dreiwöchigen Spielpause steht für die Handballerinnen der SG SV64/VT Zweibrücken am kommenden Wochenende das nächste Topspiel in der Saarlandliga an. Sie gastieren am Samstag bei der FSG DJK Oberthal/Hirstein. Oberthal steht aktuell mit 15:5 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Somit gehören sie zusammen mit den Zweibrückerinnen, die die Tabelle mit 23:3 Punkten anführen, sowie Marpingen und Merzig, die ebenfalls fünf Verlustpunkte haben, zur Spitzengruppe der Saarlandliga.

Mit einem zweiten und einem dritten Platz in den beiden vergangenen Saisons, etablierten sich die Oberthalerinnen in der Spitzengruppe der Saarlandliga. Und auch in diesem Jahr sind sie mittendrin im Kampf um die Meisterschaft. Mit einer Niederlage gegen Marpingen und Zweibrücken und einem Unentschieden gegen Merzig mussten sie lediglich gegen die anderen Favoriten bisher Federn lassen. Ansonsten zeigen sich die FSG-Handballerinnen in dieser Saison sehr stabil. Oberthal verfügt über einen sehr ausgeglichenen und eingespielten Kader. Ihr Angriff ist gezeichnet durch ein sehr gutes Zusammenspiel und ein starkes Umschaltspiel aus einer agilen 6:0-Deckung. Dabei gilt es vor allem die Kreise der beiden Toptorschützinnen Helena Klees und Jacqueline Bier einzugrenzen. Vor allem Helena Klees machte es denn Rosenstädterinnen im Hinspiel schwer und überzeugte mit 15 Treffern. Dennoch hatten die SG-Frauen das Spiel sicher im Griff und gewannen deutlich mit 34:25.

Trotz des deutlichen Sieges im Hinspiel gehen die Löwinnen aber mit Respekt in die Partie. Oberthal hat im Gegensatz zu den SG-Handballerinnen durch ihr Nachholspiel gegen Ottweiler schon am Donnerstag eine Generalprobe für das Spitzenspiel und kann sich nach einer langen Pause optimal vorbereiten. Seit der Hinrundenniederlage gegen die Zweibrückerinnen haben sie kein Spiel mehr verloren und sind mit Sicherheit hochmotiviert vor heimischer Kulisse die Lücke in der Spitzengruppe zu schließen. “Oberthal ist eine starke Mannschaft. Das haben sie in den letzten Jahren, sowie auch in der bisherigen Saison ein ums andere Mal gezeigt. Ich denke, am Wochenende wird wieder die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Mädels und ich sind aber hochmotiviert die nächsten Punkte einzufahren und die Tabellenführung zu verteidigen”, warnt SG-Trainer Rüdiger Lydorf vor dem kommenden Gegner.

Die Handballerinnen der SG Zweibrücken wollen nach der Spielpause möglichst schnell wieder in ihren Rhythmus finden und an ihre Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Dafür kann Rüdiger Lydorf voraussichtlich bis auf die angeschlagene Nadine Zellmer auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr in der Bliestalhalle in Oberthal.

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