Guter Heimauftritt wird mit deutlichem Sieg belohnt

Die Zweibrücker Handballer feierten am gestrigen Samstagabend einen gleichermaßen verdienten, wie überzeugenden Heimerfolg über den TV Nieder-Olm. Das 36:23 (19:10) war nach der Auswärtsniederlage in Kastellaun die richtige Reaktion, die die Mannschaft gezeigt hat. Dennoch sah man aber auch, dass sich die Rosenstädter noch steigern können. Beste Werfer der Partie waren Philipp Hammann, Joshua Eberhard und Max Kroner, die allesamt mit sieben Treffern überzeugen konnten.

„Es war ein wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen, aber es ist noch Luft nach oben“, sagte SG-Coach Klaus Peter Weinert nach der Partie. Bei der Aussage dachte er vor allem an die Anfangsminuten der zweiten Hälfte, als es nach einigen Wechseln nicht mehr so rund lief wie davor. Doch seine Mannschaft fing sich schnell wieder und zeigte erfrischenden Tempohandball. Die Rückkehr von Nils Wöschler machte sich direkt positiv bemerkbar, weil er viel Druck machte und so Lücken für seine Nebenleute riss. Und auch die beiden Rosenstädter Torhüter machten auf sich aufmerksam. Der erfahrene Norman Dentzer bewies einmal mehr seine ganze Klasse bei Siebenmetern und entschärfte insgesamt fünf Stück. In Joshua Eberhard hatte man zudem einen guten Schützen. „Josh spielt im Moment stark“, so Weinert. Sein linker Rückraumspieler erzielte in Hälfte eins fünf Treffer aus sechs Versuchen und war kaum zu halten.

Zu Beginn war die Partie aber noch weitestgehend ausgeglichen. Denn, obwohl die Zweibrücker nach acht Minuten 4:2 führten, waren sie keineswegs besser als die Gäste aus Nieder-Olm. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Dentzer bereits zwei Siebenmeter entschärft und war auch sonst früh in die Köpfe der Rheinhessen gekommen, die gute Chancen liegen ließen. Für das erste Highlight haben die Zweibrücker aber dennoch nur 90 Sekunden gebraucht. Nach einem eroberten Ball in der Abwehr schickt Norman Dentzer Mannschaftskapitän Philipp Hammann auf die Reise, der den Gegenstoßpass als Kempa nimmt und eiskalt verwandelt. Spätestens nach dem 5:5 in der elften Minute nahm dann aber die Überlegenheit der Hausherren immer weiter zu. Nach drei schnellen Treffern durch Eberhard, Wöschler und Eisel führten die Rosenstädter mit 8:5 in der 13. Minute. Dem zwischenzeitlichen 8:6 folgte dann das nächste Highlight. A-Jugendtalent Lukas Kondziela bekam seine ersten Minuten in der Regionalliga und trug sich nur wenig danach auch das erste Mal mit seinem Treffer zum 9:6 (15.) in die Torschützenliste ein. Das war auch der Startschuss für eine bärenstarke Phase der Gastgeber. Die Löwen erzielten auch die fünf nächsten Treffer der Partie und zogen auf 14:6 (23.) davon. Der TV Nieder-Olm ergab sich keineswegs und gab alles, scheiterte aber jedoch zu oft vor dem Tor. TVNO-Trainer Igor Domaschenko nahm in Hälfte eins gleich zwei Auszeiten, ohne den weiteren Ausgang des Spiels wirklich beeinflussen zu können. Als dann noch der bis dahin gute Anton Domaschenko nach hartem Einsteigen gegen Joshua Eberhard eine vertretbare rote Karte erhielt, war das Spiel vorentschieden. Zur Halbzeit führte die SG Zweibrücken verdient mit 19:10.

(Stark drauf im Moment - siebenfache Torschütze Joshua Eberhard)

Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm Weinert die eine oder andere Veränderung vor, was zumindest zu Beginn noch nicht wirklich greifen wollte. Zum einen wollte er allen Jungs genügend Spielpraxis geben und zum anderen war er hierzu auch irgendwo gezwungen, denn der Kopf der Mannschaft, Nils Wöschler, hatte nach etwas mehr als 20 Minuten bereits die zweite Zeitstrafe erhalten. Insgesamt war es eine von beiden Seiten hart aber nicht unfair geführte Partie. 9:6 Stand es in puncto Zeitstrafen nach der Partie. Es dauerte etwas bis der SG-Motor in der zweiten Hälfte auf Betriebstemperatur kam. Dennoch blieben sie zu jeder Phase die bessere Mannschaft und entschieden auch die zweite Hälfte deutlich zu ihren Gunsten. Nach 45 Minuten stand es bereits 28:16. Am Ende freuten sich die Zweibrücker über einen verdienten 36:23-Heimerfolg.

Mit diesem Erfolg sind sie in der Tabelle auf den siebten Rang geklettert. Nächste Woche erwartet sie dann die vielleicht schwierigste Herausforderung der Saison. Sie werden empfangen vom HV Vallendar, der einen starken Start in die Runde hingelegt hat und von vielen als einer Topfavoriten auf die Meisterschaft gesehen wird.

Für die SG Zweibrücken spielten:

Norman Dentzer (1-41, 10 Paraden, davon 5 Siebenmeter), Damian Zajac (42-60, 4 Paraden) im Tor

Joshua Eberhard 7, Philipp Hammann 7, Maximilian Kroner 7/5, Nils Wöschler 4, Tim Eisel 3, Nico Graeber 2, Tom Ihl 2, Martin Leufke 2, Tom Grieser 1, Lukas Kondziela 1, Jakob Schaum, Samuel Reitz

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