Eckbachtal kommt - Löwinnen reisen zu den Falken

Eine vom Papier her einfachere Aufgabe gilt es für die Zweibrücker Handballer am kommenden Samstag zu absolvieren. Die SG Zweibrücken empfängt um 18 Uhr die HSG Eckbachtal, die mit derzeit vier Punkte auf dem vorletzten Rang der Oberliga-RPS zu finden ist. Doch der erste Eindruck kann leicht täuschen, denn vergangenes Wochenende haben sie aufhorchen lassen und hatten den Tabellendritten aus Bingen am Rande einer Niederlage. Die Rosenstädter hingegen konnten den fünften Erfolg nacheinander feiern, mussten diesen aber teuer bezahlen.

Im Kampfspiel gegen die Südpfalz Tiger konnten die Löwen zwar spielerisch nicht immer überzeugen, aber kämpferisch allemal. Und das war auch bitter notwendig, denn die Gäste waren der erwartet unangenehme Gegner. Vor allem an der harten und beweglichen Abwehr bissen sich die Löwen die Zähne aus. Doch auch sie konnten in der Defensive überzeugen, auch noch dann, als Niklas Bayer ausfiel. Er kugelte sich kurz vor Ende der ersten 30 Minuten die Schulter aus und wurde noch in der Halle direkt behandelt. Dadurch war SG-Trainer Klaus Peter Weinert gezwungen die Abwehr auf einer ganz zentralen Position umzustellen. Er stellte den jungen Maximilian Kroner in der Abwehr auf die vorgezogene Position. Und das Talent machte seine Sache gut, was ihm auch ein Sonderlob vom Trainer einbrachte.

Niklas Bayer reiht sich mit seiner Verletzung in die lange Liste der Langzeitausfälle ein. Nach Fabian Naumann, Benjamin Zellmer und Joshua Eberhard, bricht mit ihm die nächste wichtige Stütze der Mannschaft weg. Und auch sonst sieht es wenig rosig für Coach Klaus Peter Weinert aus. „Nils Wöschler und Adam Soos sind ebenfalls angeschlagen. Die Trainingssituation ist derzeit nicht so toll. Nichtsdestotrotz wollen wir das Spiel am Samstag auf jeden Fall gewinnen“, sagt der Zweibrücker Trainer.

Thorsten Koch, Trainer der HSG Eckbachtal, kann die Sorgen von Weinert sicherlich in großen Teilen nachvollziehen, denn auch sein Team hatte diese Saison mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Immer wieder fielen wichtige und erfahrene Spieler aus. Auch im Hinspiel zuhause gegen die SG Zweibrücken konnten sie nicht in Bestformation antreten, sodass die Löwen, die mit einer ordentlich Portion Wut nach zwei Auftaktniederlagen angereist waren, sich am Ende sehr klar mit 16:36 durchsetzen konnten. Dass es für die „Eckbach Gekkos“ eine schwierige Saison werden würde, war allen im Vorfeld klar. Wie auch schon in den Jahren zuvor, mussten sie erneut den einen oder anderen guten Spieler abgeben bzw. ziehen lassen. Koch hat sein Kader mit jungen Talenten aus den eigenen Reihen aufgefüllt, auch in dem Wissen, dass es nicht von heute auf morgen klappen kann. Bislang konnten sie lediglich zwei Siege einfahren. In der Tabelle sind sie derzeit Vorletzter, genauso sehr wie bei den geschossenen Toren, als auch den Gegentoren. Vergangenes Wochenende sind sie nur ganz knapp einem Punktgewinn gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen vorbeigeschrammt. Fünf Minuten vor dem lagen sie noch mit 21:20 in Führung. Mit zwei Toren in den letzten 90 Sekunden drehten die Gäste aus Bingen aber nochmals die Partie und feierten einen glücklichen Erfolg.

Die Partie am Samstag wird wieder wie gewohnt in der Westpfalzhalle ausgetragen.

Zweite Mannschaft mit richtungsweisender Partie

Unmittelbar nach dem Spiel der ersten Mannschaft, empfängt die zweite Mannschaft um 20 Uhr die Black Bulls Alweiler. Der Abstiegskampf ist durch einige Ergebnisse zuletzt nochmals deutlich spannender geworden. Zwischen dem Tabellendreizehnten und der SG II auf dem zehnten Rang liegen nur noch drei Punkte. Die Black Bulls als Tabellenzwölfter sind mit fünf Punkten nur einen Punkt hinter den Rosenstädtern. Mit einem Sieg könnten sie an ihnen vorbeiziehen.

Der Aufsteiger aus Alsweiler hat bislang einiges an Lehrgeld zahlen müssen. Vom Kader her hat man Ihnen vor der Saison durchaus zugetraut eine bessere Rolle zu spielen, denn einige Spieler haben bereits Erfahrungen in der Oberliga gesammelt und dort eine gute Rolle gespielt. Bislang hat es noch nicht sein sollen , doch ein jeder weiß, dass es oftmals nicht viel braucht, dass der Knoten platzt.

Auch wenn die Saison noch einige Spiele hat, ist diese Partie für beide Teams immens wichtig. Mit einem Sieg könnten die Zweibrücker sich wieder etwas absetzen von den Abstiegsrängen. Gespielt wird die Partie ebenfalls in der Westpfalzhalle.

Löwinnen reisen zu den Falken

Am Samstag gastieren die Handballerinnen der SG SV64/VT Zweibrücken bei der HSG Fraulautern/ Überherrn. Fraulautern steht momentan mit 9:15 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Doch trotz der Platzierung im hinteren Tabellendrittel präsentieren sich die sogenannten “Falken” in der bisherigen Saison sehr heimstark. Seit dem dritten Heimspiel haben die Fraulauternerinnen keine Partie mehr zuhause verloren. Von ihren insgesamt neun Punkten konnten sie sieben in ihrer heimischen Halle einfahren. Daher gilt es die HSG-Handballerinnen keinesfalls zu unterschätzen.

Fraulautern überzeugt durch einen sehr ausgeglichenen Kader, was sich auch in der Torschützenliste bemerkbar macht. Von Woche zu Woche setzen immer wieder andere Spielerinnen Akzente und überzeugen mit guten Leistungen und Toren. Dabei profitieren sie vor allem von der guten Mischung aus wurfgewaltigen und schnellen Eins-gegen-Eins Spielerinnen. Besonderes Augenmerk gilt es auf die Rückraumspielerinnen Annika Birringer und Lena Dahm zu legen.

Die Zweibrückerinnen gehen nach dem deutlichen Sieg im Spitzenduell gegen die HSG Marpingen/ Alsweiler mit viel Rückenwind in die Partie. Als aktueller Tabellenführer nehmen sie ihre Favoritenrolle an, wissen aber, dass es gegen Fraulautern kein Selbstläufer wird. Im Hinspiel taten sich die Rosenstädterinnen gerade zu Beginn sehr schwer gegen Fraulautern. Nach einem 0:5 Rückstand kämpften sie sich zurück und zeigten in der ersten Hälfte ein ausgeglichenes Spiel. Erst in der zweiten Halbzeit konnten sich die Hausherrinnen absetzen und gewannen am Ende deutlich mit 30:23.

“Wir brauchen am Wochenende wieder eine genauso starke und aggressive Abwehr wie letzte Woche und auch die Chancenverwertung müssen wir im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessern. Wir sind aber hochmotiviert, um an unsere Leistung gegen Marpingen anzuknüpfen und gegen Fraulautern die nächsten beiden Punkte einzufahren”, blickt SG-Coach Rüdiger Lydorf motiviert aber mit Achtung auf die kommende Partie.

Für sein Vorhaben, den nächsten Sieg mit nach Hause zu nehmen und den Platz an der Tabellenspitze weiter zu festigen, kann er voraussichtlich auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Anpfiff ist am Samstag um 17 Uhr in der Adolf-Collet-Halle in Überherrn.

 

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