Die Junglöwinnen der SG Zweibrücken konnten am Wochenende gleich einen doppelten Erfolg feiern. Sowohl die weibliche C-Jugend, als auch die B-Jugend setzten sich im Finale des Saarlandpokals durch und können sich erneut als beste Mannschaft im Saarland bezeichnen.
Am Samstag legten die Mädels der B-Jugend vor. Wie schon die gesamte Pokalrunde war auch das Finale von Absagen der teilnehmenden Mannschaften geprägt. Nachdem die DJK Oberthal und der HC Perl ihre Teams aus dem ursprünglich geplanten Final 4 zurückzogen, blieben mit dem TuS Brotdorf und den Rosenstädterinnen aber auch die beiden nominell besten Teams des Saarlandes übrig. Während Brotdorf sich die Meisterschaft in der Pokalrunde der Regionalliga sichern konnte, schafften es die Zweibrückerinnen sich sogar für die Meisterrunde zu qualifizieren und kürten sich zu Vizemeisterinnen der Verbände aus Rheinland-Pfalz und Saarland. Anstatt des Viererturniers im Modus Jeder-gegen-Jeden, spielten die beiden Teams in zwei Partien mit je 2x12 Minuten den diesjährigen Pokalsieger aus.
Im ersten Spiel fanden die Löwinnen nur schwer in ihrem Rhythmus. Brotdorf ging schnell in Führung und die Zweibrückerinnen mussten immer wieder nachziehen. Erst nach zehn Minuten begannen die SG-Mädels besser in die Partie zu kommen und übernahmen langsam die Spielkontrolle. Beim 7:8 erzielte Emma Wenzel die erste Führung in der Partie. Doch statt vor der Halbzeit die Führung auf zwei Tore auszubauen, scheiterten die Löwinnen zum wiederholten Male beim freien Torabschluss.
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann aber die Zweibrückerinnen und bauten den Vorsprung auf drei Tore aus (10:13; 18. Spielminute). Als Teresa Wenzel drei Minuten vor Abpfiff das 13:16 erzielte, schien die Partie fast entschieden. Doch Brotdorf kämpfte verbissen um jeden Ball und die Löwinnen scheiterten mehrfach an der gegnerischen Torfrau. So erzielte Brotdorf trotz Unterzahl drei Tore in Folge und glich 27 Sekunden vor Schluss zum 16:16 aus. Das Momentum auf ihrer Seite, kamen die Brotdorferinnen aufgrund eines schnellen technischen Fehlers nochmal in Ballbesitz und erzielten mit dem Schlusspfiff den 17:16 Siegtreffer.
Nach einer zweistündigen Pause -in der Zwischenzeit fanden Finalspiele der männlichen B-Jugend statt- sollte das Rückspiel die Entscheidung über den Pokalsieg bringen. Diesmal zeigten die Löwinnen von Spielbeginn an, dass sie gewillt waren, die Niederlage des ersten Spiels auszugleichen. Bereits nach 24 Sekunden eröffnete Teresa Wenzel das Spiel mit dem 1:0 für die Löwinnen. Während Brotdorf sich sichtlich schwer tat, die bewegliche und aggressive Abwehr der Zweibrücker Mädchen zu überwinden, erzielten diese wiederum ihre Tore nach wenigen Sekunden im Angriff. Einzig der Treffsicherheit war es geschuldet, dass Brotdorf das Spiel noch offenhalten konnte. Aus einem 4:4 nach fünf Minuten erspielten die Zweibrücker Löwinnen eine 10:6 Halbzeitführung. Die gut gefüllte Halle sah nun in Sachen Tempo und Entschlossenheit den Klassenunterschied. Einzig die immer wieder verworfenen freien Bälle verhinderten einen noch deutlicheren Spielstand. Doch zu keinem Zeitpunkt in der zweiten Hälfte konnte Brotdorf den Abstand verkürzen oder gar den Sieg der Zweibrücker Löwinnen in Gefahr bringen. So gewannen die Junglöwinnen am Ende mit 18:13 und sicherten sich aufgrund der Leistung im zweiten Spiel verdient den Pokalsieg 2026.
Neben der Freude über den Pokalsieg, wurde Emma Wenzel als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Beste Torfrau wurde Mia Hergenräder vom TuS Brotdorf.
Es spielten:
Clara Drumm (Tor)
Emma Wenzel 6, Emma Donnevert 2, Teresa Wenzel 5, July Hoffmann 2, Liah Bies 8, Polina Smolnikov 5, Jasmin Ruffing 4, Lea Merker 2
Am Sonntag ging es dann gleich Schlag auf Schlag mit dem Finale der weiblichen C-Jugend weiter. Anders als bei den B-Juniorinnen waren hier alle vier Mannschaften vertreten. Die Zweibrückerinnen traten im Modus Jeder-gegen-Jeden gegen die JSG Süd-Ostsaar, die SF Rilchingen-Hanweiler und die SG TuS Brotdorf – HSV Merzig-Hilbringen an. Basierend auf den Leistungen der zurückliegenden Saison hatten die Junglöwinnen die klare Favoritenrolle inne. Während die Süd-Ostsaar und Hanweiler vergangene Spielzeit in der Oberliga und Bezirksliga an den Start gingen, spielten Merzig/Brotdorf und die Rosenstädterinnen in der Regionalliga. Genau wie die B-Jugend sicherten sich auch die C-Mädels den Vizemeistertitel in der Meisterrunde. Die Brotdorferinnen belegten in dieser Saison den achten Platz der Pokalrunde.
Ihrer Favoritenrolle wurden die SG-Handballerinnen am Sonntag mehr als gerecht. Sie gewannen alle drei Spiele mehr als deutlich und kürten sich damit souverän zum Saarlandpokalsieger. Die Zweibrückerinnen starteten gleich mit einem 12:4 Sieg gegen die JSG Süd-Ostsaar ins Turnier. Nach einem 23:2 Kantersieg gegen die SF Rilchingen-Hanweiler ging es dann im inoffiziellen Finale gegen die bis dato ebenfalls ungeschlagenen Brotdorferinnen. Auch hier hielten die Junglöwinnen dem Druck stand und fuhren einen ungefährdeten 13:24 Sieg ein.
Besonders erfreulich war, dass die Zweibrückerin Hanna Galla zur besten Spielerin des Turniers ausgezeichnet wurde.
Es spielten:
Lena Ganster (Tor)
Anni Müller 3, Lara Matle 12/1, Melissa Bettinger 7 , Sumalee Whitely 2, Mia Hübert 7, Lotte Baumert 10, Hanna Galla 11, Clara Zimmer 5, Lia Hoffmann, Lilly Götz 2

Nach dem erfolgreichen Wochenende geht es für den Großteil der beiden Teams aber direkt mit dem nächsten wichtigen Turnier weiter. Für die Spielerinnen des Jahrgangs 2010 und 2011 steht nämlich am Sonntag die Qualifikation für die B-Jugendbundesliga in Kastellaun an. Dort treffen sie auf die Gastgeberinnen der HSG Kastellaun/ Simmern, den TV Engers und den TV Nieder-Olm. Der Erstplatzierte des Turniers sichert sich einen direkten Startplatz, während der Zweitplatzierte noch in einer nationalen Qualifikationsrunde die Chance auf einen Platz in der Jugendbundesliga hat.